Kühle Tipps für heisse Nächte

René Rödiger, 25. Juli 2018, 16:58 Uhr
Sicher unbequem und nicht gerade umweltbewusst aber eine mögliche Lösung: Schlafen vor dem Kühlschrank.
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Jetzt gibt es wieder Tropennächte! Wir sagen dir, wie du in dieser Hitze trotzdem einen ruhigen und erholsamen Schlaf bekommst.

Wir lieben ihn, den Sommer. Das Leben findet mehrheitlich wieder draussen statt, man fühlt sich voller Energie und die Glückshormone steigen ins Grenzenlose… Stimmts? Naja. Spätestens wenn wir uns abends schweissgebadet im Bett hin und her wälzen, uns die nassen Haare von der Stirn streichen und morgens dann total erledigt zur Arbeit müssen, kommen die ersten bösen Gedanken. Darin schicken wir den Sommer zurück in die heisse Hölle, aus der er gekommen ist. Das muss nicht sein! Wir zeigen dir, wie du den Sommer auch in einer Tropennacht liebhaben kannst.

1. Nicht im Adamskostüm

Wenn die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad sinken, ist die Versuchung gross, sich einfach nackt ins Bett zu legen. Dies sollte man besser nicht tun. Ein leichtes Pyjama und eine dünne Decke (zum Beispiel ein Laken oder eine Seidendecke) sind empfehlenswert. Zum einen schlafen viele Menschen besser, wenn sie sich zudecken, zum anderen kann man sich ansonsten schnell erkälten. Ausserdem wird mit einer Decke der getrocknete Schweiss immer wieder von der Haut gerieben, was zum Kühleffekt beiträgt. Kleiner Trick: Lege dein Bettzeug bis zum Schlafengehen in die Kühltruhe.

2. Keine eiskalte Dusche

Sich unter eine kalte Dusche zu stellen, ist zwar erfrischend, aber nur wenig sinnvoll. Bei kaltem Wasser ziehen sich die Gefässe zusammen und halten die Wärme im Körperinneren. Ausserdem steigert sich danach die Durchblutung und es wird uns noch wärmer. Besser ist also eine lauwarme Dusche, damit der Körper leicht abkühlt. Danach sollte man sich nicht ganz abtrocknen und einen leichten Feuchtigkeitsfilm auf der Haut lassen.

3. Eispakete auf den Unterarm

Anders sieht es aus, wenn man einzelne Körperteile separat abkühlt. Beispielsweise kann man die Füsse kalt abduschen oder Eispads auf den Unterarm legen. Auch eine Wärmeflasche kann in eine Kühlflasche umfunktioniert werden. Einfach tagsüber im Kühlschrank platzieren und nachts unter den Nacken oder auf den Bauch legen. Eine andere Möglichkeit ist, sich ein feuchtes Taschentuch auf die Stirn zu legen.

4. Bereite den Körper vor

Tagsüber viel Wasser trinken, aber nicht unbedingt erst kurz vor dem Schlafengehen, weil man sonst nachts zur Toilette muss. Hahnenwasser ist bei grosser Hitze nicht das optimale Getränk, da es nicht genug Mineralien enthält, welche wir massiv ausschwitzen. Mineralwasser eignet sich besser. Kaffee, Tee und Bier sorgen hingegen dafür, dass wir öfters zur Toilette müssen. Dies könnte zu Flüssigkeitsmangel führen, also Finger weg!

Damit sich der hitzegestresste Körper nicht noch mit schwerer Verdauungsarbeit plagen muss, auf leichte Kost achten und möglichst nicht mehr viel nach 19 Uhr essen.

5. Cooldown im Schlafzimmer

Ebenfalls zu einer guten Vorbereitung gehört, das Schlafzimmer so kühl wie möglich zu halten. Man sollte tagsüber die Fenster schliessen und die Läden runterlassen. Abends dann alle Fenster weit öffnen, damit der Raum richtig lüftet, am besten mit Durchzug. Wenn es geht, dürfen die Fenster die ganze Nacht offenbleiben.

Nasse Tücher im Schlafzimmer sind übrigens ein Mythos: Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sorgen dafür, dass die Luft unseren Schweiss nicht mehr genügend aufnimmt.

6 . Alle elektrische Geräte ausschalten

Ob Lampen, Fernseher oder Laptop - alle elektrischen Geräte im Schlafzimmer sollten ausgeschaltet sein. Ansonsten heizen sie den Raum zusätzlich auf und bescheren dir eine schlaflose Nacht. PS: Den Raum zu kühlen, indem man den Kühlschrank offen lässt, ist ein Mythos. Die ständig offen stehende Kühlschranktür ist sogar eine ideale Möglichkeit, die Hitze im Raum noch zu steigern. Der Kompressor an der Rückseite läuft im Dauerlauf und erzeugt jede Menge Wärme.

7. Ganz ruhig bleiben

Nicht aufregen, wenn es mit dem Einschlafen trotzdem nicht sofort klappt. Im Sommer brauchen wir ohnehin rund eine Stunde weniger Schlaf als im Winter. Durch die langen Tage und das viele Licht wird das Schlafhormon Melatonin unterdrückt. Das Hormon macht müde und drückt die Stimmung. Im Sommer sind wir also wacher – und eigentlich in besserer Stimmung als im Winter. Solltest du dennoch grosse Probleme beim Einschlafen haben, versuch es zum Beispiel mit Baldrian-Tropfen.

René Rödiger
Quelle: kov
veröffentlicht: 25. Juli 2018 16:56
aktualisiert: 25. Juli 2018 16:58