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Mondfinsternis vor allem in den Alpen sichtbar

20. Januar 2019, 17:51 Uhr
Die totale Mondfinsternis in der Nacht auf Montag dürfte vor allem im Tessin und im Wallis zu sehen sein. Im Flachland hingegen trüben Wolken und Hochnebel die Sicht.
Im Wallis und im Tessin sind die Chancen für einen Blick auf den Blutmond am besten. Im Bild die totale Mondfinsternis vom Juli 2018 auf dem Säntis.
© KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ

Die letzte totale Mondfinsternis vor 2022 ereignet sich in der Nacht auf Montag zwischen 5.41 und 6.43 Uhr. «Im Kanton Graubünden oder auf einem höheren Berg klart es auf und der Mond wird sichtbar», sagt Klaus Markwart von Meteonews. Allerdings kann der Nebel auch im Flachland zwischendurch aufreissen und eine Sicht auf den Blutmond ermöglichen.

Warme Kleidung Zur Mondfinsternis-Sichtung mitbringen

Gute Chancen, einen Blick auf den verfinsterten Mond zu werfen, gibt es laut SRF Meteo auch im Tessin und im Wallis. Da zum Zeitpunkt der totalen Verfinsterung der Mond schon tief über dem west-nordwestlichen Horizont steht, rät der Wetterdienst, sich einen Beobachtungsplatz mit guter Sicht in diese Richtung zu suchen. Die Nacht wird kalt: Verbreitet werden minus 4 Grad erwartet, in Hochtälern wie dem Goms gar minus 16 Grad.

Erde zwischen Sonne und Mond

Je tiefer der Mond in den Erdschatten taucht, desto rötlich brauner erscheint er. «Die Erde steht zwischen der Sonne und dem Mond, der Erdschatten fällt auf den Mond. Weil das Licht trotzdem auf den Mond trifft, verfärbt sich dieser», sagt Klaus Markwart.

Grund für die Färbung ist langwelliges rotes Licht von der Sonne, das die Erdatmosphäre passiert und in den Schattenkegel der Erde abgelenkt wird. Diese rötlichen Strahlen erhellen den ansonsten verfinsterten Mond. Mit Feldstecher oder Teleskop und in möglichst lichtarmer Umgebung lässt sich das Schauspiel noch besser verfolgen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 20. Januar 2019 18:05
aktualisiert: 20. Januar 2019 17:51