EU-Kommissar fordert Regelung

9. Juli 2019, 06:51 Uhr
Fordert eine rasche Lösung im Umgang mit aus Seenot geretteten Flüchtlingen: EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos. (Archivbild)
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Die EU-Kommission fordert die Mitgliedsstaaten auf, sich auf vorläufige Regeln zur Verteilung von Flüchtlingen zu einigen. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos hofft auf eine Lösung beim EU-Innenminister-Treffen nächste Woche in Brüssel.

«Die Herausforderungen der Migration können nicht nur in der Verantwortung von Italien und Malta liegen, nur weil sich diese Staaten am Mittelmeer befinden», sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos der deutschen Zeitung «Welt» vom Dienstag.

Bis die neuen Regeln zur Verteilung von Flüchtlingen umgesetzt würden, fordere er daher alle EU-Mitgliedsländer auf, «ihre Arbeit zu beschleunigen und vorläufige Vereinbarungen zu finden, wie mit den Menschen umzugehen ist, wenn sie die Rettungsschiffe verlassen haben». Dabei müssten Situationen wie im Fall der «Sea Watch 3» und der «Alan Kurdi», aber auch ähnliche Vorfälle, in denen die Kommission Einzelfalllösungen zwischen den Mitgliedstaaten koordiniert habe, verhindert werden.

«Nächste Woche werden wir das erste EU-Innenminister-Treffen unter finnischer Ratspräsidentschaft abhalten - ich hoffe, dass wir dort vorankommen können», sagte Avramopoulos. Zugleich müsse die EU aber auch mit Drittstaaten zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass Menschen bei der Flucht ihr Leben riskierten. Dabei sollten jene, die Schutz durch eine Umsiedlung benötigten, auf legalem Wege nach Europa kommen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 9. Juli 2019 02:31
aktualisiert: 9. Juli 2019 06:51