Iran - Atomabkommen

Iran: US-Treffen nur zusammen mit Partnern des Atomabkommens

17. September 2019, 10:48 Uhr
Ein Treffen zwischen dem Iran und den USA ist nach den Worten Ajatollah Ali Chameneis nur zusammen mit den Vertragspartnern des Atomabkommens möglich.
Ein Treffen zwischen dem Iran und den USA ist nach den Worten Ajatollah Ali Chameneis nur zusammen mit den Vertragspartnern des Atomabkommens möglich.
© KEYSTONE/EPA IRAN'S SUPREME LEADER OFFICE/IRAN'S SUPREME
Ein Treffen zwischen dem Iran und den USA ist nach den Worten des obersten iranischen Führers nur zusammen mit den Vertragspartnern des Atomabkommens möglich.

"Falls die Amerikaner das, was sie gesagt und getan haben, zurücknehmen und bereuen, dann können auch sie zusammen mit den anderen Vertragspartnern an einem Treffen teilnehmen", sagte Ajatollah Ali Chamenei am Dienstag im iranischen Staatsfernsehen.

Sonst werde es kein Treffen mit den USA geben, "weder in New York noch sonst wo", so Chamenei, der laut Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat.

Kein bilaterales Treffen mit Trump

Der iranische Präsident Hassan Ruhani will nächste Woche an der Uno-Vollversammlung in New York teilnehmen. Seit Wochen wird spekuliert, dass es am Rande der Veranstaltung auch zu Gesprächen Ruhanis mit US-Präsident Donald Trump kommen könnte.

Ruhani hat zwar ein bilaterales Treffen mit Trump abgelehnt, nicht aber eine Unterredung mit ihm in Anwesenheit der anderen fünf Vertragspartner China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Russland. Bedingung sei jedoch eine Aufhebung der US-Sanktionen, die den Iran in den letzten Monaten in eine akute Wirtschaftskrise gestürzt haben.

Hintergrund ist der Konflikt um das internationale Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe. Die USA waren 2018 im Alleingang aus dem Abkommen ausgestiegen, um den Iran mit maximalem Druck zu einem Kurswechsel in der als aggressiv erachteten Nahostpolitik zu zwingen.

Der Iran reagierte darauf zuletzt mit einem Wiederhochfahren der im Vertrag begrenzten Urananreicherung. Zudem droht Teheran mit einer Behinderung des wichtigen Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus im Persischen Golf.

Quelle: sda
veröffentlicht: 17. September 2019 10:15
aktualisiert: 17. September 2019 10:48