Italien

Italien stellt Corona-Impfwerbung mit Primel-Symbol vor

13. Dezember 2020, 18:15 Uhr
Illustration der nationalen Corona-Impfkampagne Italiens mit der Primel als Symbol, kostenfrei kreiert von Stefano Boeri Architetti für das Gesundheitsministerium.
© Keystone/Gesundheitsministerium/Handout
Italien will seine nationale Corona-Impfkampagne mit einer grossen Werbeaktion und der Primel als Symbol begleiten. Das kündigte der Sonderkommissar der Regierung, Domenico Arcuri, am Sonntag an. Rom wolle mit einer ersten Impfphase Mitte Januar starten, sagte er. Begonnen werde mit medizinischem Personal und in Altenheimen. Die Details der Anti-Covid-Spritzen, die mit dem Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer losgehen dürften, könnte sich nach Medienangaben noch etwas verschieben. Das hänge etwa vom Zulassungsprozess ab. Auch bei dem Produkt des US-Konzerns Moderna setzt Italien auf eine baldige Genehmigung.

Arcuri erläuterte, dass in dem 60-Millionen-Einwohner-Land in einer ersten Phase rund 1,87 Millionen Menschen geimpft werden sollten - darunter rund 15 000 Ärzte und Krankenschwestern.

Die Werbekampagne steht unter dem Motto: «Italien wird mit einer Blume wiedergeboren». Im Radio, Fernsehen und im Internet soll getrommelt werden. Italien will zudem 1500 ähnlich wie eine Blume geformte Pavillons auf vielen Plätzen aufbauen. Die Kampagne wurde von dem Architekten Stefano Boeri mitentwickelt. In einem Film ist ein Spross zu sehen, der sich aus der Erde schiebt. Später blühen auf einer Italienkarte rosa, blaue und gelbe Primelsymbole auf.

Wegen aktuell sinkenden Corona-Zahlen durften zahlreiche Restaurants und Bars am Sonntag in vielen Landesteilen wieder öffnen. Rund fünf Wochen nach der Einrichtung von drei Risikozonen und eines Teil-Lockdowns gab es keine als Rote Zonen eingestuften Regionen mehr. Die Entschärfung der Corona-Sperren hatte Gesundheitsminister Roberto Speranza angeordnet. Für die Weihnachtszeit hat Rom aber ab 21. Dezember wieder strenge Reisebeschränkungen erlassen. Einige Regionen und die Opposition fordern Lockerungen.

Die Behörden registrierten am Samstag gut 19 900 Neuinfektionen mit dem Virus. Das waren etwa 1000 weniger als vor einer Woche.

Quelle: sda
veröffentlicht: 13. Dezember 2020 18:15
aktualisiert: 13. Dezember 2020 18:15