Jerusalem-Entscheid als Antrieb für Frieden

11. Dezember 2017, 07:46 Uhr
«Jetzt können sie zusammenkommen und entscheiden, wie die Grenzen aussehen»: Die US-amerikanische Uno-Botschafterin Nikki Haley. (Archivbild)
«Jetzt können sie zusammenkommen und entscheiden, wie die Grenzen aussehen»: Die US-amerikanische Uno-Botschafterin Nikki Haley. (Archivbild)
© Keystone/AP/Richard Drew
Trotz heftiger Proteste weltweit geht die US-Regierung weiter davon aus, dass ihre umstrittene Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels den Nahost-Friedensprozess befördern wird. Dies sagte die Uno-Botschafterin der USA, Nikki Haley, in einem Fernsehinterview.

Sie glaube fest daran, das dies den Friedensprozess vorantreiben werde, sagte Haley am Sonntag dem Sender CNN. Die US-Entscheidung werde die Verhandlungen vereinfachen.

«Jetzt können sie zusammenkommen und entscheiden, wie die Grenzen aussehen, sie können über die Grenzen entscheiden, und sie können darüber sprechen, wie sie Jerusalem sehen wollen, wie es weitergeht», sagte Haley.

Kritiker gehen indes vom gegenteiligen Effekt aus. Auch die Haltung der USA war lange Zeit, dass der besonders heikle Status von Jerusalem erst am Ende von Friedensverhandlungen thematisiert werden solle.

Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen, hatte vor allem in muslimischen und arabischen Ländern heftige und teils gewaltsame Proteste ausgelöst. Haley sagte dazu, «mutige» Entscheidungen führten zu solchen Entwicklungen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 11. Dezember 2017 02:55
aktualisiert: 11. Dezember 2017 07:46