Kolumbien fordert Öffnung der Grenze

23. Februar 2019, 17:49 Uhr
Der selbst ernannte venezolanische Interimspräsident Juan Guaidó (l.) und der kolumbianische Präsident Iván Duque (r.) fordern gemeinsam die freie Einfuhr von Hilfsgütern nach  Venezuela.
Der selbst ernannte venezolanische Interimspräsident Juan Guaidó (l.) und der kolumbianische Präsident Iván Duque (r.) fordern gemeinsam die freie Einfuhr von Hilfsgütern nach Venezuela.
© KEYSTONE/AP/FERNANDO VERGARA
Kolumbiens Staatschef Iván Duque hat am Samstag die freie Einfuhr von Hilfsgütern nach Venezuela gefordert. Die Blockade der von der venezolanischen Opposition organisierten Hilfe sei ein «Attentat» auf die Menschenrechte, sagte er.

Duque äusserte sich in Cúcuta auf einer gemeinsamen Medienkonferenz mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Venezuelas, Juan Guaidó. Dieser rief die venezolanischen Sicherheitskräfte an den Grenzübergängen auf, sich «auf die Seite der Verfassung» zu stellen und die Hilfsgüter durchzulassen. Mindestens vier Militärs liefen am Samstag nach Kolumbien über.

Venezuelas sozialistischer Präsident Nicolás Maduro hat die Grenzen zu Kolumbien und Brasilien geschlossen, um die Einfuhr der Hilfsgüter zu blockieren. Die Regierung gibt an, der konservative Oppositionspolitiker Guaidó versuche mit den Hilfslieferungen eine ausländische militärische Intervention und den Sturz Maduros zu vorzubereiten. In Venezuela herrscht eine schwere Lebensmittelnot.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 23. Februar 2019 17:30
aktualisiert: 23. Februar 2019 17:49