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Libanon

Papst nimmt Generalaudienzen auf: Hilfe für Libanon gefordert

4. August 2021, 12:26 Uhr
Papst Franziskus hat bei der ersten Generalaudienz nach der Sommerpause im Vatikan die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, dem Libanon zu helfen. Konkrete Gesten seien wichtig und nicht Worte, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Mittwoch in der vatikanischen Audienzhalle vor wenigen Hundert Gläubigen.
Papst Franziskus am Ende seiner wöchentlichen Generalaudienz in der Halle Paul VI.
© Keystone/AP/Riccardo De Luca

Ein Jahr nach der verheerenden Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut seien seine Gedanken bei den Opfern, Familien, den vielen Verletzten und denen, die ihr Zuhause oder ihre Arbeit verloren hätten.

Der 84-Jährige wiederholte seinen Wunsch, den Libanon zu besuchen. Er bete, dass der Libanon wieder zu einer Botschaft der Geschwisterlichkeit und des Friedens im Nahen Osten werde. Für seinen Besuch hatte Franziskus in der Vergangenheit Veränderungen im Libanon vorausgesetzt.

Papst Franziskus äusserte sich vor einer von Frankreich organisierten internationalen Hilfskonferenz für den Libanon. Mit dem Treffen am Mittwoch sollte die Zivilbevölkerung im krisengeplagten Libanon unterstützt werden. An der Videokonferenz wollten unter anderem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, US-Präsident Joe Biden, Deutschlands Aussenminister Heiko Maas, EU-Ratspräsident Charles Michel und Libanons Präsident Michel Aoun teilnehmen. Auch Vertreter der libanesischen Zivilgesellschaft sollten dabei sein.

Der Vatikan verlegte die Generalaudienz wie auch in vorangegangen Jahren wegen der heissen Sommertemperaturen in die Audienzhalle. Vor der Sommerpause hielt der Argentinier den Empfang im Hof des Apostolischen Palastes ab - ein Kompromiss in Corona-Zeiten, so dass auch Gläubige wieder dabei sein konnten. Davor übertrug der Vatikan den Empfang pandemiebedingt nur per Video und ohne Gläubige.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. August 2021 12:15
aktualisiert: 4. August 2021 12:26