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Pizzen in der Schweiz sind teuer: Hier kommt der Margherita-Index!

Big-Mac-Index war gestern

Pizzen in der Schweiz sind teuer: Hier kommt der Margherita-Index!

20.02.2023, 09:40 Uhr
· Online seit 15.02.2023, 11:24 Uhr
Ob Gastronomie, Hotellerie oder Freizeit: In der Schweiz ist das Leben bekanntlicherweise nicht gerade günstig – verglichen mit den Preisen im Ausland. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Unterschiede bei zwei beliebten Fast-Food-Mahlzeiten: Der Big Mac von McDonalds und die Pizza Margherita von Dominos.
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Es ist keine grosse Überraschung, dass eine Pizza durchschnittlich in der Schweiz im europäischen Vergleich sehr teuer ist. Wie «Travelnews» in einem kürzlich publizierten Städteranking veröffentlicht, belegen mehrheitlich Hauptstädte in Mitteleuropa und Skandinavien die Spitzenplätze in der Rangliste. Eine genauere und über europäische Grenzen hinausgehende Übersicht liefern Daten von Dominos Pizza. Die Restaurantkette stellt in über 80 Ländern Pizzen her. Wir blicken auf eine klassische Variante: die Pizza Margherita.

Was die Pizza-Preise verraten

Aus Vergleichbarkeitsgründen setzen wir alle Preise in US-Dollar. So kostet eine Pizza Margherita Large in der Schweiz über 23 US-Dollar (21 Franken), in Norwegen etwa 21, in Australien aber nur 11 US-Dollar. Die Schweiz schafft es im Pizza-Vergleich aufs Podest, aber nicht auf Platz 1. So ist die Pizza in Israel und in Grossbritannien noch teurer.

Lass uns nun noch ein zweites Menu anschauen. Ebenfalls Fast Food, und ebenfalls weit verbreitet: Der Big Mac von McDonalds. Und siehe da: Die Schweiz holt Gold! Mit umgerechnet 6,71 Dollar kostet der klassische McDonalds-Burger nirgends mehr als hier. In Norwegen und in Schweden ist der Big Mac auch deutlich teurer als in lateinamerikanischen oder östlichen Ländern. Am wenigsten zahlt man für den Big Mac in Venezuela: 1,76 US-Dollar.

Was auffällt ist, dass die Rangfolge von Burger und Pizza nicht gleichermassen verläuft. So ist die Dominos Pizza in Grossbritannien am teuersten, obwohl der Big Mac dort nur Platz 8 (in dieser Länderauswahl) erreicht. Umgekehrt ist der Big Mac in Aserbaidschan mit 2,77 Dollar relativ günstig – eine Pizza kostet dort aber teure 15 US-Dollar. Ist der berühmte Big-Mac-Index folglich weniger zuverlässig als gedacht?

«Burgernomics»

Jein. Der Big-Mac-Index soll auf spielerische Weise erklären, auf welchem Niveau sich die unterschiedlichen Währungen bewegen. Er basiert auf der Theorie der Kaufkraftparität, die besagt, dass sich Wechselkurse langfristig auf den gleichen Kurs zubewegen sollten, sodass Waren (in diesem Fall: Burger) in zwei beliebigen Ländern für gleich hohe Geldbeträge erworben werden können.

«The Economist» selbst beschreibt, dass «Burgernomics» nie als präziser Gradmesser für Währungsfehlentwicklungen gedacht war, sondern lediglich als Instrument, um die Wechselkurstheorie besser verständlich zu machen.

veröffentlicht: 15. Februar 2023 11:24
aktualisiert: 20. Februar 2023 09:40
Quelle: Today-Zentralredaktion

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