Syrien

Protest in Rebellenhochburg am zehnten Jahrestag des Syrien-Konflikts

15. März 2021, 18:42 Uhr
Ein Mann schwenkt in Idlib eine Fahne der syrischen Opposition während einer Massendemonstration zum zehnten Jahrestag des Beginns des syrischen Bürgerkriegs. Foto: Anas Alkharboutli/dpa
© Keystone/dpa/Anas Alkharboutli
Zehn Jahre nach Beginn des Konflikts in Syrien haben in der von Rebellen kontrollieren Stadt Idlib mehrere Tausend Menschen gegen die Regierung des Bürgerkriegslandes protestiert.

Die Demonstranten schwenkten am Montag Fahnen der syrische Opposition und stimmten Sprechchöre gegen Machthaber Baschar al-Assad an.

Sie forderten zudem die Freilassung Gefangener. Die zentrale Botschaft laute, dass die Revolution in Syrien weitergehe und die Menschen an deren Zielen festhielten, erklärte der Medienaktivst Mustafa Dahnun.

Am 15. März 2011 kam es in Syrien im Zuge der arabischen Aufstände erstmals zu Demonstrationen gegen die syrische Führung. Assads Sicherheitskräfte gingen gegen die Proteste mit Gewalt vor. Daraus entwickelte sich ein Bürgerkrieg mit internationaler Beteiligung, der weiter andauert.

Idlib im Nordwesten Syriens und das Umland sind das letzte grosse Gebiet unter Kontrolle von Regierungsgegnern. Dominiert wird es von der militant-islamistischen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS).

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. März 2021 18:29
aktualisiert: 15. März 2021 18:42