Puigdemonts bleibt über Ostern in Deutschland

26. März 2018, 13:44 Uhr
Mit diesem Kleinbus wurde Puigdemont am Sonntag ins Gefängnis von Neumünster gebracht. (Archiv)
© KEYSTONE/dpa/CARSTEN REHDER
Kataloniens Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont wird einen Tag nach seiner Verhaftung in Schleswig-Holstein dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Vor Ostern wird nicht mit einem Entscheid zur möglichen Auslieferung des Katalanen gerechnet.

Es sei eher unwahrscheinlich, dass die deutsche Justiz noch diese Woche über eine Auslieferung Puigdemont entscheiden werde, sagte eine Sprecherin der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Schleswig am Montag.

Es gibt eine nicht-verbindliche Frist von 60 Tagen, die ein Festgenommener bei einer Auslieferungsfrage in Haft bleiben darf. Es gebe viele Auslieferungsverfahren, die länger dauerten, sagte die Sprecherin. Im Fall Puigdemont wird aber bisher nicht damit gerechnet, dass die Frist ausgeschöpft wird.

Puigdemont war am Sonntag auf der Rückreise von Finnland nach Belgien auf einer Autobahnraststätte im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein gestoppt und festgenommen worden.

Anschliessend wurde der 55-Jährige in ein Gefängnis in Neumünster gebracht. Grundlage ist ein europäischer Haftbefehl. In Spanien wird ihm unter anderem Rebellion vorgeworfen.

Es wurde erwartet, dass er am Montagnachmittag dem dortigen Amtsgericht vorgeführt wird. Dieses muss Puigdemont nach Justizangaben unter anderem eröffnen, warum genau er festgehalten wird.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 26. März 2018 13:23
aktualisiert: 26. März 2018 13:44