Ukraine-Krieg

Russland beschränkt Getreideexporte

14. März 2022, 18:27 Uhr
Russland als grosser Getreideexporteur schränkt die Ausfuhr von unter anderem Weizen, Gerste und Roggen zeitweise ein. Damit solle der Bedarf im Land gesichert und ein Preisauftrieb für Verarbeiter und Verbraucher verhindert werden.
Russland behält in Zukunft mehr Getreide für die Versorgung des eigenen Lands zurück. Dies könnte zu massiven Preissteigerungen auf dem Weltagrarmarkt führen. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Dies sagte die zuständige Vizeregierungschefin Wiktorija Abramtschenko am Montag in Moskau. Im Grundsatz gilt demnach ab diesem Dienstag bis zum 30. Juni ein Exportstopp für Weizen, Roggen, Gerste, Mais und Mischgetreide, sogenanntes Mengkorn. «Eine Getreideausfuhr im Rahmen von Quoten aufgrund einzelner Lizenzen wird erlaubt», stellte Abramtschenko aber klar. Für Zucker und Zuckerrohstoff gilt der Stopp bis Ende August. 

Ausnahmen soll es für Exporte in die von Russland dominierte Eurasische Wirtschaftsunion sowie in die von der Ukraine abgespaltenen Separatistenrepubliken Donezk und Luhansk geben.

Russland ist der grösste Weizenexporteur der Welt. Auch die benachbarte Ukraine, gegen die Russland Krieg führt, ist ein wichtiger Produzent. Störungen der Getreideausfuhr beider Länder können nach Einschätzung von Experten zu massiven Preissteigerungen auf dem Weltagrarmarkt führen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. März 2022 18:27
aktualisiert: 14. März 2022 18:27
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