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Beweise gefunden

Verdächtiger im Fall Maddie McCann soll angeklagt werden

9. Oktober 2021, 09:50 Uhr
Der 44-Jährige sitzt schon länger in Haft, nun haben die Ermittler genügend Beweise, um ihn für die Tötung von Madeleine McCann vor Gericht zu bringen. Die Anklage soll im nächsten Jahr folgen.

Das Rätsel um das Verschwinden der damals dreijährigen Maddie McCann fesselt die Menschen weltweit bis heute. Das Mädchen war 2007 aus dem Ferienhaus in Portugal verschwunden, als die Eltern nicht zu Hause waren. Seither fehlt jede Spur von ihr. Bald wurde klar, dass das Mädchen wohl getötet worden ist. Im Laufe der Ermittlungen geriet ein 44-jähriger Deutscher in den Fokus. Er sitzt derzeit wegen Vergewaltigung in Deutschland in Haft. Nun sind sich die Verantwortlichen im Fall Maddie sicher, dass der Verdächtige für ihr Verschwinden verantwortlich ist, wie der deutsche Staatsanwalt Hans Christian Wolters zum britischen «Mirror» sagt. Sie seien «zu 100 Prozent» überzeugt, dass der Verdächtige Maddie entführt und getötet habe.

Die Anklage soll nächstes Jahr folgen, wie Wolters sagt. «Nun ist es möglich, Anklage zu erheben. Wir haben die Beweise jetzt.» Dennoch wolle man noch mehr gegen den Verdächtigen sammeln. «Wenn wir noch Fragen haben, wäre es sinnlos, Anklage zu erheben statt auf die Antworten zu warten, die unsere Position stärken.» Da der 44-Jährige in Haft sitzt, habe man auch keinen Druck.

Trotz des Erfolgs ist nach wie vor unklar, wo Maddie ist. Eine Leiche oder DNA wurden nicht gefunden. «Ich kann nicht sagen, weshalb wir davon ausgehen, dass sie tot ist. Aber für uns gibt es keine andere Möglichkeit. Es gibt keine Hoffnung, dass sie noch lebt», sagt Wolters. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

(vro)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 9. Oktober 2021 09:26
aktualisiert: 9. Oktober 2021 09:50