«Wir haben schon mehr als 500 Bären»

Ist dann vielleicht auch zu sehen: Bär Napa.
Ist dann vielleicht auch zu sehen: Bär Napa. © Keystone/Gian Ehrenzeller
Arosa stellt einen Weltrekord auf. Dessen ist sich Tourismusdirektor Pascal Jenny sicher. Das Arosa Bärenland hatte alle, die etwas mit Bär im Nachnamen haben, aufgefordert, nach Arosa zu kommen. Mittlerweile haben sich schon über 500 Personen angemeldet.

«Wir sind ein wenig überrannt worden», sagt Pascal Jenny, Präsident des Arosa Bärenlandes. Mehr als 500 Personen mit dem Wort Bär im Nachnamen haben sich bereits auf den Aufruf gemeldet. Mit dem Weltrekordversuch will das Bärenland gleichzeitig auch auf die immer noch bestehenden Missstände bezüglich der Bärenhaltung hinweisen.

Alle «Bären» sind willkommen

Die Palette der Nachnamen, die eingeladen sind, reicht von Bär über Beer bis Bärlocher. Grundsätzlich gilt laut Jenny: Kann ein Bezug zum Bär hergestellt werden, ist man eingeladen. Anfangs hatten die Veranstalter mit rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerechnet und daher die Obergrenze auf 400 gesetzt. Dies hat sich jetzt aber geändert: «Wir haben entschieden, keinen Stopp nach oben zu machen», sagt Jenny. Einziges Kriterium ist, dass man sich vorab anmelden muss, sagt Jenny. Angemeldet sind mittlerweile mehr als 500 Menschen. Eine Herausforderung ist, dass alle «Bären» einen Nachmittag beschäftigt werden können. Doch: «Wir freuen uns wahnsinnig», sagt Jenny.

Die Bären sind vielleicht nicht zu sehen

Ob die richtigen Bären ihre Namensvetter sehen, ist nicht so sicher. Zwar sagt Pascal Jenny: «Sie erkunden die beiden Aussengehege», aber die Gehege sind so gross, dass sich die Tiere gut auch verstecken können. «Meine Erwartung ist, dass sich Napa wahrscheinlich zeigen wird, die anderen Bären sind eher schüchtern und halten sich oft in den nichtsichtbaren Bereichen vom Wald und den Felsen auf.» Und fügt an, dass es allen drei Bären sehr gut gehe. «Sie geniessen die Natur im neuen Zuhause.» Sofern sie sich einigermassen verstehen, ist eine Zusammenführung geplant. Wenn dann alle Bären im gleichen Gehege sind, können weitere Bären aufgenommen haben. «Wir haben dann die Möglichkeit, den vierten und fünften Platz zu füllen», sagt Jenny.

Die Idee ist eine Eigenkreation

Entstanden ist die Idee im Austausch mit den Tierpflegern und der Kommunikationsabteilung. Pascal Jenny ist stolz. Mit der Aktion will das Bärenland aber nicht nur einen Weltrekord aufstellen. «Wir wollen darauf hinweisen, dass noch vieles falsch läuft mit den Wildtieren und dass es immer noch über 100 Bären gibt, die man aus schlechten Verhältnissen retten muss und in den Bärenländer der Vier Pfoten verteilen möchte», sagt er.

Beim Weltrekordversuch wird auch der Appenzeller Singer-Songwriter Marius (Achtung!) Bear auftreten.

Wegen des Rekordversuchs ist das Bärenland kommenden Sonntag für die Besucher nur bis 11.30 Uhr geöffnet. Danach sind die «Bären» unter sich. Jenny sagt aber: «Wenn man in Arosa ist, hat man auch die Möglichkeit, um das Bärenland herumzuspazieren oder den Bärenspielplatz und das Bärenminigolf zu nutzen. Zudem wird ein neuer Erlebnispfad zu allen Braunbären-Arten am Sonntag eröffnet.»

(ham)


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