Kurz fordert mehr Investitionen der EU

18. Dezember 2018, 10:13 Uhr
Paul Kagame, Präsident von Ruanda, und der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kur unterwegs am EU-Afrika Forum «Taking cooperation to the digital age» in Wien.
© KEYSTONE/APA/APA/HANS PUNZ
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat zu Beginn des EU-Afrika-Forum am Dienstag in Wien deutlich mehr europäische Investitionen in Afrika gefordert.

Die EU leiste zwar weltweit die meiste Entwicklungshilfe, könne sich aber bei den Investitionen deutlich verbessern, sagte Kurz. «Wir dürfen den afrikanischen Kontinent nicht den Chinesen überlassen», sagte Kurz vor den Beratungen mit rund 20 afrikanischen und europäischen Spitzenpolitikern sowie zahlreichen Unternehmern. China hat nach Uno-Angaben die EU als wichtigster Handelspartner Afrikas inzwischen überholt.

Angesichts des starken Bevölkerungswachstums in Afrika - bis 2050 wird sich die Zahl der Afrikaner auf 2,5 Milliarden verdoppeln - bestehe der Bedarf nach einem starken Wirtschaftswachstum, so Kurz. Bisherige Hauptthemen gegenüber afrikanischen Staaten wie Migration und Menschenrechte seien zwar wichtig, aber die Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika müsse auf einem breiteren Fundament stehen.

Österreich hat aktuell den EU-Ratsvorsitz inne und hat zusammen mit dem Vorsitzenden der Afrikanischen Union, Ruandas Präsident Paul Kagame, zu dem eintägigen Treffen eingeladen. Vonseiten der EU ist unter anderem Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vertreten.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 18. Dezember 2018 10:02
aktualisiert: 18. Dezember 2018 10:13