Lachs wegen Listerien zurückgerufen

Laurien Gschwend, 9. März 2019, 16:32 Uhr
Wer kürzlich Rauchlachs bei Coop oder Migros gekauft hat, sollte diesen nicht essen. (Symbolbild)
Wer kürzlich Rauchlachs bei Coop oder Migros gekauft hat, sollte diesen nicht essen. (Symbolbild)
© iStock
Mehrere Lachsprodukte, die bei Coop und Migros verkauft wurden, könnten gesundheitsgefährdende Listerien enthalten. Dies hat die Zulieferfirma Ospelt food AG bei internen Kontrollen festgestellt.

Aus Sicherheitsgründen sollen Kundinnen und Kunden die Produkte nicht konsumieren und sie in eine Verkaufsstelle zurückzubringen, teilten die Detailhändler Coop, Migros und Volg am Samstag mit. Wie Volg erläuterte, werden betroffene Artikel nicht nur in Volg-Verkaufsstellen, sondern auch Prima-Läden und TopShop-Verkaufsstellen zurückgerufen.

Die genannten Produkte werden gemäss Mitteilung mit den Losnummern (Lot-Nr.) bis einschliesslich 11391 und allen Mindesthaltbarkeitsdaten zurückgerufen. Andere Produkte der Firma Ospelt food seien nicht betroffen, teilte das Unternehmen mit.

Das Bakterium Listeria monocytogenes kommt in der Umwelt verbreitet vor. Es ist Erreger der Infektionskrankheit Listeriose, die zu grippeartigen Symptomen wie Fieber, Kopfscherzen und Übelkeit, aber auch zu schweren Komplikationen insbesondere bei immungeschwächten Personen und älteren Menschen führen kann. Bei Schwangeren sind auch Fehl- und Totgeburten möglich.

Die Schweizer Kantonschemiker untersuchten im vergangenen Jahr fast 1000 Proben von Fertigsalaten, Früchten, Antipasti und anderer Fertigprodukte auf Listerien. Fazit: In drei Prozent der Proben wurde der Keim gefunden. Er lag jedoch nie über dem Grenzwert.

Der Verband hatte 2018 die schweizweite Prüf-Kampagne lanciert, nachdem es weltweit immer wieder Meldungen über Kontaminationen von ready-to-eat-Produkten mit dem Bakterium Listeria monocytogenes gegeben habe.

In der Schweiz kam es letztes Jahr zu einer ungewöhnlichen Häufung von Listeriose-Fällen. Zwölf Menschen erkrankten, zwei starben. Die während der Kampagne der Kantonschemiker untersuchten Lebensmittelproben konnten als Ursache ausgeschlossen werden, heisst es in der Mitteilung.

Laurien Gschwend
Quelle: SDA
veröffentlicht: 9. März 2019 13:12
aktualisiert: 9. März 2019 16:32