RhB steigert Passagierzahlen dank Bärenland

Angela Mueller, 20. Dezember 2018, 11:16 Uhr
Im Jubiläumsjahr «10 Jahre Unesco Welterbe» hat die Rhätische Bahn drei Prozent mehr Fahrgäste als im Vorjahr begrüssen können. Dies nicht zuletzt wegen des neu eröffneten Bärenlands in Arosa.

Der deutlichste Passagierzuwachs hat die Rhätische Bahn (RhB) auf der Linie Landquart – St.Moritz mit 12,1 Prozent und der höchste auf der Strecke zwischen Chur und Arosa mit 12,4 Prozent verzeichnet. Wie Direktor Renato Faciati an der jährlichen Medienkonferenz am Donnerstag sagte, dürfte sich hier «der Effekt des im Spätsommer eröffneten Bärenlands sowie der zugehörigen Bärenlandwagen der RhB bemerkbar» bemerkbar gemacht haben.

Auch die Linien ins und im Engadin legten mit bis zu knapp 7 Prozent zu. Erfolgreich war der Einsatz zweier nostalgischer Zugskompositionen auf der Strecke Davos Platz und Filisur, hier verbuchte die RhB ein Plus von 9,5 Prozent. Ein leichtes Plus hat die RhB im Güterverkehr zu verzeichnen, sie beförderte 0,5 Prozent mehr Tonnen.

 

Autoverlad Vereina mit weniger Fahrgästen

Beim Autoverlad Vereina hingegen ging die Anzahl beförderter Fahrzeuge um 3,2 Prozent zurück. «Dies lässt sich mit dem langen, sehr schönen Sommer begründen, der dafür sorgte, dass sich viele Automobilistinnen und Automobilisten für die Fahrt über den Flüelapass und gegen den Autoverlad am Vereina entschieden», sagte RhB-Direktor Renato Fasciati, der sich sehr erfreut über die allgemeinde Entwicklung bei der RhB zeigte und sich optimistisch für das Gesamtergebnis 2018 äusserte.

Die RhB wird modernisiert

Die RhB befindet sich in einer tiefgreifenden Modernisierungsphase, welche alle Geschäftsbereiche betrifft, heisst es in der Medienmitteilung. So wurde im Oktober der Durchstich des Albulatunnels erreicht und im November die Hinterrheinbrück bei Reichenau in Betrieb genommen.

Mineure iubel beim Albulatunnel-Durchstich im Oktober 2018.
© BILDPAKET -- ZUM JAHRESRUECKBLICK 2018 OKTOBER, STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Mineure posieren nach dem Durchstich beim neuen Albulatunnel der Rhaetischen Bahn RhB, am Dienstag, 2. Oktober 2018, in Preda. In gut drei Jahren wurde die 5860 Meter lange Tunnelstrecke ausgebrochen. Das Projekt kostet 345 Millionen Franken. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Diverse Doppelspur-Projekte stehen zurzeit an und mit einem umfassenden Umbau des Bahnhofs Landquart und der anliegenden RhB-Hauptwerkstätte wurde dieses Jahr bereits gestartet. «Das Grossprojekt dürfte die RhB die nächsten zehn Jahren beschäftigen», schreibt die RhB. Auch hat die Bahn in die Digitalisierung investiert, so zum Beispiel in eine neue Vertriebsplattform, 97 Billettautomaten und in die schweizweite Ausweitung der Ticket-App «Fairtiq».

Angela Mueller
Quelle: red.
veröffentlicht: 20. Dezember 2018 10:16
aktualisiert: 20. Dezember 2018 11:16