So viel Trinkgeld gehört sich

Linda Aeschlimann, 17. Juni 2019, 07:55 Uhr
Andere Länder – andere Sitten. Auch beim Trinkgeld. Kurz vor den grossen Sommerferien sagen wir dir, in welchen Ländern wie viel Trinkgeld üblich ist.

Nur noch wenige Wochen, dann verreist gefühlt die ganze Schweiz ins Ausland. Ferien sind angesagt. Aber egal, ob beim Kauf eines Gelatis am Strand in Italien, beim Tapas essen in einem Café in Spanien oder beim guten Glas Rotwein in Frankreich, eine Frage kommt eigentlich in jeden Ferien auf: Wie viel Trinkgeld ist üblich? Grundsätzlich gilt: Je südlicher umso mehr Trinkgeld – je nördlicher umso weniger.

Hier findest du eine Übersicht, was in den beliebtesten europäischen Feriendestinationen der Schweizerinnen und Schweizer an Trinkgeld üblich ist.

Albanien

Im Balkanland ist das Trinkgeld freiwillig und trotzdem üblich. Wenn auf der Rechnung kein Service-Zuschlag steht, gibt man normalerweise zehn Prozent.

Dänemark

Trinkgelder sind in Dänemark – genau gleich wie in den skandinavischen Ländern Norwegen oder Finnland – unüblich. Die Restaurant- und auch Taxirechnungen enthalten die Servicegebühr bereits.

Deutschland

Relativ simpel ist die Trinkgeldsituation bei unseren deutschen Kollegen. In Deutschland bekommen die Serviceangestellten im Normalfall zehn Prozent der Gesamtrechnung. Der gleiche Prozentsatz, also zehn Prozent, ist auch bei Taxifahrten üblich.

Frankreich

«Savoir-vivre» also das gute Leben ist in Frankreich eigentlich ganz einfach. Üblicherweise ist das Trinkgeld bereits in der Rechnung enthalten. Man darf aber auch ein wenig Trinkgeld «pourboire» zurücklassen. Wie viel? Eine feste Regel gibt es hier nicht. Beim Taxi wird grundsätzlich aufgerundet.

Griechenland

Rund zehn Prozent Trinkgeld sind hier im Restaurant üblich. Geht man in eine Taverna ist ein Euro an der Tagesordnung. Eine anständige Geste zeigt man im Hotel, wenn man dem Zimmermädchen am Abreisetag persönlich ein kleines Trinkgeld übergibt.

Italien

Ein wenig komplizierter ist die Situation in Italien. Grundsätzlich ist das Trinkgeld in das Gedeck «coperto» miteinberechnet. Wenn der Gast aber zufrieden ist, ist auch in Italien ein zusätzliches Trinkgeld zwischen fünf und zehn Prozent üblich. Beim Taxifahren ist kein Trinkgeld nötig, wer doch was geben will, kann aufrunden.

Kroatien

Geht man in Kroatien auswärts essen, dann ist ein Trinkgeld von zehn Prozent üblich. In edleren Restaurants gibt man sogar ein Trinkgeld von 15 Prozent. Ein Trinkgeld von zehn Prozent ist auch bei Taxifahrten angemessen oder man rundet den Betrag auf.

Österreich

Bei unseren Nachbarn in Österreich wird im Restaurant normalerweise der Inklusivpreis angegeben. Trotzdem gehört ein Trinkgeld zum guten Ton. Dies sollte ungefähr in der Höhe von zehn Prozent liegen. Auch Taxifahrer erwarten ein Trinkgeld.

Portugal

Hier ist die Bedienung in den Restaurantpreisen üblicherweise inklusive. Trotzdem hinterlässt man noch ein zusätzliches Trinkgeld von zehn Prozent. Auch bei den Taxifahrten liegt man mit zehn Prozent nicht falsch.

Spanien

Anders als in vielen anderen europäischen Ländern ist das Trinkgeld in Spanien selten inbegriffen. Hier ist ein Bedienungszuschlag von etwa fünf bis zehn Prozent üblich.
Wichtig hier: Zuerst das Wechselgeld kassieren und das Trinkgeld auf dem Teller liegen lassen. Und kleine Münzen, also alles unter zehn Cent, werden nicht gerne gesehen. Werden teilweise sogar als Beleidigung angesehen. Beim Taxifahren wird üblicherweise der Betrag aufgerundet.


Linda Aeschlimann
Quelle: lae
veröffentlicht: 17. Juni 2019 05:40
aktualisiert: 17. Juni 2019 07:55