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VW-Händler in der Ostschweiz sind verunsichert

Leila Akbarzada, 28. September 2015, 18:23 Uhr
Schlechte Nachrichten, für all jene, die ihren alten VW verkaufen wollen: Fahrzeuge, welche vom Abgastest-Betrug beim deutschen Autobauer betroffen sind, dürfen von den kantonalen Strassenverkehrsämtern nicht mehr zugelassen werden.
Blick auf das Logo von VW vor einer Garage der Amag-Gruppe, des VW-Importeurs fuer die Schweiz, aufgenommen am Freitag, 25. September 2015, in Buchs. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat letzte Woche eine Verfügung gegen die 180'000 VW-Autos erlassen, die vom VW-Abgastest-Betrug betroffen sind. Das Astra hat die kantonalen Strassenverkehrsämter angewiesen, dass keines der betroffenenen Fahrzeuge per sofort zugelassen werden darf, wie der «Tagesanzeiger» berichtet. Diese Bestimmung hat massive Folgen für die Privatbesitzer. Diese und Gebrauchtwarenhändler dürfen die Modelle zwar weiterhin kaufen beziehungsweise verkaufen, die Autos können aber nicht eingelöst werden. Folglich werden die Verkäufer diese Modelle nicht mehr los, und die Käufer sitzen auf Autos, die sie nicht fahren dürfen.

Anzahl unklar

Wie viele der 180'000 betroffenen Modelle zur Zeit zu Verkauf stehen, ist nicht bekannt. Der Sprecher von Amag, dem grössten VW-Importeur der Schweiz, sagte gegenüber dem «Tagesanzeiger»: «Wir arbeiten mit dem Astra offen und umfassend zusammen, um den Sachverhalt schnell und vollumfänglich aufzuklären.» Weitere Angaben könne er aber zur Zeit nicht machen. Laut Astra-Sprecher Thomas Rohrbach werden die besagten Fahrzeuge erst wieder zugelassen, sobald die Mängel behoben sind.  Wie lange diese Verfügung noch anhalten wird, ist noch unklar.

Diverse Marken betroffen

Was man mittlerweile sagen kann: Die Mehrheit der Neuwagen, die zur Zeit zu Verkauf stehen, sind nicht von den gefälschten Abgaswerten betroffen. Bei den 180'000 Autos handelt es sich um Modelle der Marken Audi, Seat, Skoda und Volkswagen der Baujahre 2009 bis 2014, welche mit Dieselmotoren der Auführungen 1.2 TDI, 1.6 TDI und 2.0 TDI ausgestattet sind.

Leila Akbarzada
Quelle: red.
veröffentlicht: 28. September 2015 09:53
aktualisiert: 28. September 2015 18:23