20 Millionen für die Pissoir-Innovation

Sandro Zulian, 10. November 2016, 15:11 Uhr
So soll das Innovationszentrum auf dem Rossboden aussehen.
So soll das Innovationszentrum auf dem Rossboden aussehen.
© zVg
20 Millionen Franken: So viel lässt das international tätige Hightech-Unternehmen «Oblamatik» für ein neues Innovations- und Kompetenzzentrum in Chur springen. 60 neue Arbeitsplätze werden geschaffen.

«Wir planen ein hochinnovatives Kompetenzzentrum in Chur», so der Chef der Oblamatik, Roland Obrist gegenüber Radio FM1. 20 Millionen Franken nimmt das Hightech-Unternehmen für Sensortechnik dafür in die Hand. «Wir wollen ein Gebäude bauen, welches Innovation auch zulässt.» Das sei bis jetzt in dieser Form nicht möglich gewesen.

60 neue Mitarbeiter

Oblamatik möchte seinen Mitarbeitern ein ideales Umfeld für die Entwicklung von Innovationen bieten, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Das Konzept sieht eine Kombination von konzentrierten Einzelarbeitsplätzen und Bereich für die Teamarbeit vor. Auch für die Erholung der Mitarbeiter wird gesorgt sein. Geplant sind ein eigener Sportbereich und eine Kantine für die angestrebten 100 Mitarbeiter. Bereits im Frühjahr 2019 soll das Innovations- und Kompetenzzentrum bezugsbereit sein. Irgendwann will das Unternehmen expandieren und strebt auf lange Sicht eine Mitarbeiterschaft von bis zu 200 Personen an. In diesem Fall soll das Gebäude erweitert werden.

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Stapi frohlockt

Der Churer Stadtpräsident, Urs Marti freut sich über das geplante Grossprojekt auf dem Rossboden: «Wir sind sehr froh, diese Firma bei uns ansiedeln zu können.» Für den Wirtschaftsstandort Chur sei das Grossprojekt vielversprechend. «Die Stadt Chur konnte sich gegen andere Standorte durchsetzen - sie hat mit all ihren Angeboten offenbar überzeugt.»

Die Firma «Oblamatik» wurde 1999 als Startup-Unternehmen von Roland Obrist und Edo Lang gegründet. Das Unternehmen spezialisierte sich auf Präzisionslasertechnik für den Sanitärbereich. Gemeint sind damit neue Sensortechnologien für den Wasserhahn am Lavabo oder für Pissoris. Das Unternehmen hat sich hauptsächlich für die Luftfahrt- und Beschichtungsindustrie im In- und Ausland rasch einen Namen gemacht. Nur durch Zufall -oder eher aus Ärger über eine nicht funktionierende Pissoirsteuerung- ist das Unternehmen auf die heutige Ausrichtung gestossen. Aktuell beschäftigt Oblamatik 40 Mitarbeiter. Bald sollen es 100 sein.

(saz)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sandro Zulian
veröffentlicht: 10. November 2016 15:00
aktualisiert: 10. November 2016 15:11