Appenzell Ausserrhoden

Es brannte nicht häufiger, sondern seltener

28. Januar 2020, 10:03 Uhr
Der Scheunenbrand in Waldstatt am 27. Dezember war einer von drei grossen Brandfällen innert kurzer Zeit im Appenzell Ausserrhoden.
© Kapo AR
Trotz einer Brandserie im Dezember kam es im Kanton Appenzell Ausserrhoden im letzten Jahr zu aussergewöhnlich wenig grossen Bränden.

In Urnäsch brannte ein Thermokomposter, in Hundwil ein Schweinestall und in Waldstatt eine Scheune. Innert zwei Wochen brannte es im Dezember gleich drei Mal im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Diese Brandserie ist aber rein zufällig, sagt Jürg Solèr, Direktor der Ausserrhoder Assekuranz, in der Appenzeller Zeitung. Aussergewöhnlicher sei jedoch, dass es vor diesen drei Ereignissen zwölf Monate keinen einzigen grösseren Schadenfall gab.

Bauernhöfe brennen nicht häufiger

Gerade um den 1. August oder zu Beginn der Heizperiode komme es sonst oft zu einem Brand. Auch die Vorstellung, dass Bauernhöfe häufiger brennen als Wohnhäuser, sei gemäss Statistik falsch.

Brände in der Landwirtschaft gehen schon lange kontinuierlich zurück. Vor 20 Jahren brannte es auf Bauernhöfen drei Mal häufiger als heute. Die häufigste Brandursache sind Blitzeinschläge.

Feuerwehren hatten viel zu tun

Obwohl 2019 für die Versicherung ein ruhiges Jahr war, leisteten die Feuerwehren 7821 Einsatzstunden, knapp 1700 Stunden mehr als im Jahr 2018. Dabei kümmerten sie sich aber vor allem um Personenrettung und anderen Hilfestellungen. 

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. Januar 2020 07:19
aktualisiert: 28. Januar 2020 10:03