«Es kann nicht so abgelaufen sein»

Krisztina Scherrer, 27. Februar 2019, 21:10 Uhr
Im Sommer 2007 wurde die fünfeinhalbjährige Ylenia aus Appenzell von Urs Hans von Aesch entführt und ermordet. Der Bestsellerautor Peter Beutler und der ehemalige Polizist Roger Sutter glauben von einem zweiten Täter zu wissen.

Ylenia wollte damals, am 31. Juli 2007, im Hallenbad Appenzell ihre vergessene Shampoo-Flasche holen und kehrte nie nach Hause zurück. Das Mädchen wurde noch am Tag ihrer Entführung ermordet. Sie wurde vergiftet und im Wald vergraben. Ihre sterblichen Überreste fand man erst am 15. September 2007 in einem Wald bei Oberbüren. Urs Hans von Aesch wurde damals als ihr Entführer und Mörder überführt.

TVO spricht mit Informanten

Schriftsteller Peter Beutler, der ein Buch über den Kristallhöhlenmord in Kobelwald geschrieben hat, und Ex-Polizist Roger Sutter sind sich sicher, dass der Entführer nicht alleine gehandelt hat. Nach einem Auftritt Beutlers bei TVO nahmen mehrere Personen mit ihm Kontakt auf. Alle behaupteten, von einem zweiten Täter im Fall Ylenia zu wissen. Mit Hilfe dieser Informanten haben Peter Beutler und Roger Sutter im Fall Ylenia recherchiert. TVO rollt den Fall heute Mittwochabend, 18.15 Uhr, neu auf und spricht nicht nur mit Beutler und Sutter, auch die Informanten kommen zu Wort.

Die Doku von TVO

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«Man hat nicht weiter recherchiert»

«Es kann nicht sein, dass dieser Fall abgeschlossen ist. Es kann nicht so abgelaufen sein, wie es von den Behörden kommuniziert worden ist», sagt Peter Beutler gegenüber TVO. Auch Roger Sutter ist überzeugt, dass die Behörden zu früh aufgegeben haben: «Meine Vermutung ist: Als man von Aesch tot aufgefunden hat, war der Fall für die Justiz klar. Man hat nicht weiter recherchiert, obwohl Personen da waren, die noch ausgesagt hätten.»

Krisztina Scherrer
Quelle: sk
veröffentlicht: 27. Februar 2019 10:00
aktualisiert: 27. Februar 2019 21:10