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Ostschweiz

Die Booster-Impfung ist da: Altersheime atmen auf

28. Oktober 2021, 08:25 Uhr
Fast ein Jahr ist es her, seit im Dezember 2020 die erste Dosis gegen das Coronavirus gespritzt wurde. Jetzt steht bereits die dritte und damit die Booster-Impfung an. Die Altersheime atmen auf, weil bei ihnen der Impfschutz abgenommen hat.
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Quelle: tvo

Impfen lassen – ja oder nein? Diese Frage stellt sich den Bewohnerinnen und Bewohnern des Altersheims Sonnenhalde in Arbon derzeit. 92 Prozent von ihnen sind zweimal geimpft, wer macht bei einem dritten Mal mit? Die 83-jährige Trudi Ritzmann hält den Arm ein drittes Mal hin: «Ich bin in einem Alter, in dem ich die dritte Impfung riskieren kann.» Bewohner Hans Pickel ist sich zwar nicht sicher, ob die dritte Impfung wirklich nötig ist: «Aber wenn man muss, gehe ich halt dreimal», sagt der 93-Jährige.

Am Dienstag hatte Swissmedic bekanntgegeben, dass die Booster-Impfung kommt. Empfohlen wird sie Personen ab 65 Jahren. «Es gab jegliche Institutionen mit Durchbrüchen bei Personen, die schon zweimal geimpft waren. Das gibt einem zu denken», sagt Marlene Schadegg, Präsidentin des Alters- und Pflegeheimverbands Curaviva im Kanton Thurgau, gegenüber TVO. «Wir wünschen uns, dass wir die Freiheiten, die unsere Bewohnerinnen und Bewohner wieder haben, mit der dritten Impfung aufrecht erhalten können.»

Anfang oder spätestens Mitte November beginnt die Ostschweiz mit der Booster-Verimpfung. Eine gute Nachricht für Schadegg, denn so können die Bewohnerinnen und Bewohner ohne grosse Sorgen den Feiertagen entgegen schauen.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 27. Oktober 2021 19:22
aktualisiert: 28. Oktober 2021 08:25