«Die Nächte werden total unangenehm»

Laurien Gschwend, 23. Juni 2019, 17:15 Uhr
Die Hitze kann zu schlaflosen Nächten führen. (Symbolbild)
Die Hitze kann zu schlaflosen Nächten führen. (Symbolbild)
© iStock
Tagsüber Temperaturen über 35 Grad, nachts Tropennächte bei über 20 Grad und keine Gewitter: Eine Hitzewelle erreicht das FM1-Land. In diesen Regionen wird es am heissesten.

Sommerfans dürfen sich freuen, Mieter von Dachwohnungen weniger: Nach einer kurzen Abkühlung über das Wochenende wird es nächste Woche richtig heiss im FM1-Land. «Die Hitzewelle erreicht ihren Höhepunkt am Mittwoch und Donnerstag», sagt FM1-Wetterexperte Roger Perret. Doch bereits am Montag werden mindestens 30 Grad erwartet.

Seltene Hitze in St.Gallen

Schwitzen müssen vor allem die Rheintaler und die Thurgauer entlang des Bodensees, wie Perret sagt. «Hier wird es Mitte Woche etwa 35 bis 37 Grad warm.» Auch in St.Gallen klettert das Thermometer auf rund 32 Grad. «Das kommt relativ selten vor», erklärt Meteorologe Perret.

Besser draussen schlafen

Wessen Bett direkt unter einer Dachschräge steht, muss nächste Woche besonders leiden. «Es wird nie kühler als 20 Grad, sprich es gibt Tropennächte, vor allem im Rheintal wegen des Föhns», sagt Perret. «Bei 22 bis 24 Grad werden die Nächte total unangenehm.» Der Wetterexperte empfiehlt, das Bett nach draussen zu zügeln. Hier warte am ehesten eine Abkühlung.

Steigt der Bodensee-Pegel an?

Eine Abkühlung von oben kommt nächste Woche höchstens aus der Duschbrause. Quellwolken gibt es keine – bis Ende Woche sind Gewitter «absolut kein Thema», wie Perret sagt. Trotzdem könnte der Pegel des Bodensees weiter ansteigen, dies aufgrund des Schnees, der nun auch von den höheren Lagen abfliessen soll. Die Nullgradgrenze liegt auf rund 4800 Metern über Meer.

So kannst du dich und andere laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) vor der Hitze schützen:

  • Vermeide körperliche Anstrengungen
  • Halte die Wohnung und den Körper möglichst kühl
  • Trinke regelmässig und ausreichend Wasser (mindestens anderthalb Liter täglich)
  • Verpflege dich mit erfrischenden, kühlen Speisen
  • Gleiche während oder nach sportlichen Betätigungen den Salzverlust aus
  • Lass weder Personen noch Tiere im abgestellten Auto zurück
Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 23. Juni 2019 17:12
aktualisiert: 23. Juni 2019 17:15