Messepark kann nur minim wachsen

Laurien Gschwend, 13. April 2018, 06:45 Uhr
Im Messpark in Dornbirn kam es am Dienstag zu einem Kabelbrand.
Im Messpark in Dornbirn kam es am Dienstag zu einem Kabelbrand.
© Tagblatt/Marcel A. Mayer
Die Eigentümer des bei Rheintalern beliebten Messeparks in Dornbirn sind enttäuscht: Der Raumplanungsbeirat hat am Donnerstag entschieden, dass das Einkaufszentrum nur um 1500 Quadratmeter erweitert werden soll.

Der Vorarlberger Raumplanungsbeirat ist damit der Empfehlung des Landes gefolgt. Die Verkaufsfläche darf nach den Behörden auf insgesamt 19'000 Quadratmeter vergrössert werden, davon sollen höchstens 3000 Quadratmeter Lebensmittelgeschäfte belegen. Das entspricht einer Erhöhung der bisherigen Verkaufsfläche um 1500 Quadratmeter oder acht Prozent.

Verschiedene Bereiche geprüft

Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser erklärt gegenüber vol.at: «Sämtliche Aspekte, insbesondere die Bereiche Raumplanung, Wirtschaft, Verkehr und Umwelt wurden einer sorgfältigen Beurteilung (...) unterzogen.» Bei einer Erweiterung um 1500 Quadratmeter sei mit keinen erheblichen Umweltauswirkungen zu rechnen. Die neue Verkaufsfläche muss sich auf mindestens zwei Stockwerke erstrecken.

Laut den Vorarlberger Nachrichten wird bei einer Erweiterung um 1500 Quadratmeter mit einer Zunahme um werktäglich 440 Autos auf insgesamt 9040 gerechnet.

Eine Mall mit Zara-Filiale

Seit Jahren streitet die Besitzerfamilie Drexel (Spar) mit der Politik wegen der Erweiterung des Messeparks. Der Wunsch der Besitzer: die bestehenden 17'500 Quadratmeter um 4700 Quadratmeter vergrössern. Mindestens 42 Millionen Euro sollen aus dem 30-jährigen Einkaufszentrum eine attraktive Mall machen, schreibt Der Standard. Unter anderem ist vorgesehen, die spanische Modekette Zara nach Dornbirn zu holen.

«Enttäuscht über Vorgehensweise»

Messepark-Eigentümer Guntram Drexel spricht nach der Sitzung des Raumplanungsbeirates sogar von einer Investition von über 60 Millionen Euro. Mit 1500 Quadratmetern zusätzlicher Handelsfläche sei eine Erweiterung und Modernisierung des Messeparks wirtschaftlich nicht realisierbar, sagt er im Interview mit vol.at. «Ich bin enttäuscht über diese Vorgehensweise.» Drexel kündigt an, die Messepark-Erweiterung sei jetzt «auf Eis gelegt».

Die Stadt Dornbirn ist einverstanden mit zusätzlichen 2500 Quadratmetern. Die definitive Entscheidung liegt nun bei der Landesregierung.

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 12. April 2018 15:58
aktualisiert: 13. April 2018 06:45