Nino Cozzio verlässt Stadtrat Ende 2017

Laurien Gschwend, 3. Mai 2017, 13:08 Uhr
Nino Cozzio war während zehn Jahren Sozial- und Sicherheitsdirektor der Stadt St.Gallen.
Nino Cozzio war während zehn Jahren Sozial- und Sicherheitsdirektor der Stadt St.Gallen.
© TAGBLATT/Samuel Schalch
Nino Cozzio (CVP) tritt per Ende 2017 von seinem Amt als St.Galler Stadtrat zurück. Er hat während zehn Jahren die Direktion Soziales und Sicherheit geleitet.

Trotz verschiedener Chemotherapien sei es nicht gelungen, die im Sommer 2015 diagnostizierte Krebserkrankung einzudämmen, heisst es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Schon in den letzten Monaten habe die Krankheit zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit geführt. Nun trete Cozzio aus gesundheitlichen Gründen per Ende 2017 zurück.

Meilensteine in den Bereichen Soziales und Sicherheit

Cozzio wurde 2007 im Alter von 49 Jahren in die St.Galler Stadtregierung gewählt. Unter der Leitung des ausgebildeten Rechtsanwalts seien verschiedene gesellschaftspolitische Weichenstellungen vorgenommen worden, schreibt die Stadt. Zu erwähnen seien zum Beispiel der Ausbau der subventionierten Kinderkrippen, die Etablierung der sozioprofessionellen Fanarbeit oder der Aufbau der KESB in der Region St.Gallen.

Nino Cozzio im Juni 2006 (Archivbild: TAGBLATT/Hanspeter Schiess)
Nino Cozzio im Juni 2006 (Archivbild: TAGBLATT/Hanspeter Schiess)

Auch im Sicherheitsbereich habe der CVP-Politiker wichtige Anliegen realisiert; beispielsweise die Weiterentwicklung einer leistungsfähigen Stadtpolizei sowie die Verankerung einer regionalisierten Katastrophenreorganisation.

«Wichtige Akzente gesetzt»

Cozzio habe sich sowohl auf städtischer als auch auf kantonaler Ebene überzeugend engagiert, blickt die Stadtverwaltung auf die letzten zehn Jahre zurück. Nicht nur als Stadtrat, auch als Kantonsrat und Vertreter verschiedener Verwaltungsräte habe er die Interessen der Stadt wahrgenommen und wichtige Akzente gesetzt. «Besonders erwähnenswert ist das langjährige Präsidium der Konferenz Städtischer Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren.»

Laurien Gschwend
Quelle: pd/red.
veröffentlicht: 3. Mai 2017 10:33
aktualisiert: 3. Mai 2017 13:08