Spital Heiden bietet weiterhin Geburtshilfe an

Fabienne Engbers, 30. März 2017, 13:36 Uhr
Das Spital Heiden wird umstrukturiert.
Das Spital Heiden wird umstrukturiert.
© Benjamin Manser/St.Galler Tagblatt
Der Spitalverbund Heiden hat entschieden, dass die gynäkologischen und geburtshilflichen Angebote fortgeführt werden. Der heutige Leistungsauftrag werde weiterhin erfüllt.

«Der Verwaltungsrat hat dies gemeinsam mit der Geschäftsleitung nach sorgfältiger und intensiver Überprüfung entschieden», schreibt der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden in einer Mitteilung. Die gesamte medizinische Grundversorgung im Vorderland und Teilen des Mittellands werde damit vollumfänglich erfüllt.

Die Angebote der Frauenklinik würden aufrechterhalten. Bis anhin war unklar, ob das Spital Heiden die Frauenklinik allenfalls schliesst.

Die mittel- und langfristige Entwicklung der Strategie würde nun im Verwaltungsrat und in der Geschäftsleitung entwickelt. Die Planung benötige einen intensiven Austausch mit kantonalen Vertretern. Umstrukturierungen würden vorangetrieben, da das Spital in der heutigen Form nicht kostendeckend betrieben werden könne. Die neue Geschäftsführerin, Paola Giuliani, hat bereits Anfang März bei ihrem Stellenantritt gesagt, sie wolle vor allem die Mitarbeiter so schnell wie möglich über die Zukunft des Spitals informieren und setzte alles daran, dass das Spital Heiden überlebe.

Das Spital Heiden hat in den letzten Jahren tiefrote Zahlen geschrieben. In der Folge wurde die Verlegung der stationären Chirurgie beschlossen, was für 45 Mitarbeitende eine Kündigung zur Folge hatte. Zusätzlich haben die Chefärztin und eine Belegärztin in der Frauenklinik ihre Jobs auf Ende Juni gekündigt. Eine Nachfolge ist bislang noch nicht bekannt.

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Eine zeitliche Abfolge der Turbulenzen am Spital Heiden, hat das Tagblatt hier zusammengestellt.

Fabienne Engbers
Quelle: red
veröffentlicht: 30. März 2017 12:04
aktualisiert: 30. März 2017 13:36