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Stahlbau

Das Containerhaus in Altstätten ist fertig – und so sieht es drinnen aus

Krisztina Scherrer, 10. Oktober 2021, 15:04 Uhr
An der Heidenerstrasse in Altstätten steht ein Mehrfamilienhaus der besonderen Art. Sieben Schiffscontainer wurden zu einem Gebäude umgebaut. Und so war die Verwandlung der rauen Stahl-«Kasten» zu heimeligen Mietwohnungen.
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Quelle: FM1Today / TVO

Modern, mit viel Holz und einer Wahnsinns-Aussicht: Urs Felbers Containerhaus steht, etwas erhöht, über Altstätten mit Blick übers Rheintal und Vorarlberg. Seit Februar arbeitete der Werklehrer und Künstler gemeinsam mit dem Altstätter Architekten Roger Graf am Container-Mehrfamilienhaus. Ende September wurde das Gebäude fertiggestellt. «Es war streng. Ich habe ganz bewusst auf meine Hobbys verzichtet», sagt Urs Felber gegenüber FM1Today.

Strenger Endspurt, zufriedener Bauherr

Auf die Hobbys verzichtet, weil: Urs Felber hat an seinem Containerhaus vieles selbst gemacht. Nur den Innenausbau und die Haustechnik hat er weitgehend den Profis überlassen. Felber hatte wichtige Entscheidungen zu treffen. «Es war immer wieder spannend, da viele Techniken neu waren – ich musste laufend Lösungen finden.» Auch der Endspurt war streng, doch er ist zufrieden: «Ich finde es cool, dass ich vieles selber machen konnte und hatte Freude an der Arbeit und durfte vieles lernen.»

Die beiden Wohnungen sind rund 80 Quadratmeter gross, zusätzlich erhält jede Einheit eine Terrasse à 30 Quadratmetern. Es sei ein hochwertiger Wohnraum an ausgezeichneter Lage entstanden. Die beiden Mieter leben bereits im Containerhaus. Beim Bau achtete der Bauherr auf die Wiederverwendungen von Materialien. «Hauptsächlich blieb Blech, das ich aus den Wänden rausgeschnitten habe, übrig. Einen Teil davon brauche ich, den Rest musste ich leider entsorgen.»

Die Arbeit mit «Abfall»

Für Felber ist es spannend, mit Materialien zu arbeiten, die man wiederverwenden kann. «Zum einen sollte man in der heutigen Zeit aufhören, die Ressourcen so zu verschwenden.» Ein anderer Punkt ist: Die Kreativität, die gefordert ist. «Man muss anders denken: Es ist nicht so, dass man ein Ziel hat und dafür die Materialien einkauft, sondern: Man muss das Ziel den Materialien anpassen.»

Die Anfänge des Container-Baus: 

Felber ist bekannt für seine kreative Arbeit, hatte er doch schon in diversen Ausstellungen seine Holzskulpturen gezeigt. Und seine nächsten Projekte sind bereits in Planung: Architekt Roger Graf hat ihn für ein weiteres Container-Projekt eingespannt. Und auch für sich macht Felber wieder Kunst: «Mein Kopf ist wieder frei und ich mache wieder Skulpturen.» Doch jetzt geht es erst mal in die Ferien Velo fahren.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. Oktober 2021 14:57
aktualisiert: 10. Oktober 2021 15:04