Goldingen

Kuh-Rammer wird zu saftiger Busse verdonnert

Leo Butie, 20. Januar 2023, 11:19 Uhr
Ein 33-jähriger Autofahrer krachte im August letzten Jahres in eine Kuh und entfernte sich, ohne den Unfall zu melden. Nun wurde der Mann per Strafbefehl verurteilt.
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Im Sommer letzten Jahres rammte ein 33-jähriger Lenker in Goldingen nachts eine Kuh und machte sich anschliessend davon. Das Tier musste stundenlang leiden, bevor es am Morgen von seinem Besitzer entdeckt wurde. Ein Tierarzt schläferte die Kuh schliesslich ein. Nun wurde der Lenker per Strafbefehl verurteilt.

Zum Unfall kam es, als der Mann am 16. August kurz vor Mitternacht auf der Goldingerstrasse unterwegs war. Wie die «Linth-Zeitung» schreibt, war er mit seinem Beifahrer in ein Gespräch vertieft gewesen, als plötzlich ein Fuchs auf der Strasse stand.

Wegen Fuchs die Kontrolle verloren

Durch das Bremsen verlor der 33-Jährige laut eigenen Angaben die Kontrolle über das Fahrzeug. Das Auto kam von der Strasse ab und prallte in die Kuh, die auf der angrenzenden Weide stand. Anstatt sich um das verletzte Tier zu kümmern, machte sich der Lenker aus dem Staub.

Am nächsten Morgen veröffentlichte die Kantonspolizei St.Gallen einen Zeugenaufruf. Dieser veranlasste den Mann offenbar dazu, sich zu stellen. «Aus Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen» habe der Mann den Unfall nicht gemeldet, schrieb die Polizei damals in einer Meldung.

Geldstrafe und Busse

Weiter gab der Lenker an, vor der Fahrt Alkohol getrunken zu haben, was auch die Angst vor den Folgen erklärt: Schon vor drei Jahren wurde der Mann wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand verurteilt.

Gemäss der Staatsanwaltschaft St.Gallen sei es dem Mann bewusst gewesen, dass der Unfall für die Kuh schwerwiegend war. Weil er keine Hilfe holte, habe er das Leiden der Kuh zudem verlängert.

Der Mann wurde unter anderem wegen Verletzung der Verkehrsregeln, pflichtwidrigen Verhaltens bei einem Unfall und Tierquälerei schuldig gesprochen. Als Strafe wurde eine Busse sowie eine Geldstrafe ausgesprochen. Dazu kommen die Verfahrenskosten. Insgesamt muss der Mann 10'350 Franken überweisen, wie die «Linth-Zeitung» berichtet.

Gegen den Strafbefehl kann Einsprache erhoben werden.

Leo Butie
Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. Januar 2023 11:10
aktualisiert: 20. Januar 2023 11:19