Ostschweiz
St. Gallen

Obwohl nötig: Alter Rhein kann in diesem Jahr nicht ausgebaggert werden

Einschränkung für Schifffahrt

Obwohl nötig: Alter Rhein kann in diesem Jahr nicht ausgebaggert werden

· Online seit 31.03.2023, 20:35 Uhr
Der Abschnitt zwischen Rheinspitz und Rheineck muss ausgebaggert werden. Die Arbeiten sind zwar geplant, können in diesem Jahr aber nicht durchgeführt werden. Der Schifffahrtsbetrieb kann somit auch in der kommenden Saison nur eingeschränkt und bei genügend hohem Wasserstand aufrechterhalten werden.

Quelle: TVO

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Häufige Starkniederschläge und Hochwasser haben in den letzten Jahren zu überdurchschnittlichen Sedimentablagerungen im Alten Rhein geführt. Um die Kursschifffahrt während der Sommermonate gewährleisten zu können, müssen die Ablagerungen von der Mündung beim Rheinspitz bis nach Rheineck regelmässig ausgebaggert werden, wie es in einer Mitteilung der St.Galler Staatskanzlei vom Freitag heisst. In der Regel erfolge dies alle sieben bis zehn Jahre.

Der trockenen Sommer 2022, welcher tiefe Pegelstände im Bodensee zur Folge hatte, habe die Situation zusätzlich verschärft. Das hatte Einfluss auf die Schifffahrt. Die Kursschifffahrten nach Rheineck konnten erst im Juni aufgenommen und mussten bereits kurz nach Mitte Juli wieder eingestellt werden, weil die Wassertiefe zu gering war.

Weitere Untersuchungen nötig

Aus diesem Grund plant der Kanton Ausbaggerungen, bei welchen rund 10'000 Kubikmeter Sediment enfernt werden. Diese werden aber nicht in diesem Jahr vorgenommen, wie es weiter heisst. Das hat laut Hanspeter Sigg, Leiter des St.Galler Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes, mehrere Gründe. Die Sedimente von der Abwasserreinigungsanlage Altenrhein an flussaufwärts bis nach Rheineck sind mit Zink und Kupfer belastet und müssen auf einer Deponie entsorgt werden. Die überschrittenen Zink- und Kupfer-Grenzwerte machen gemäss Sigg weitere Abklärungen notwendig: «Wir wissen noch nicht, woher diese Verunreinigungen stammen. Das wird derzeit untersucht.»

«Wir brauchen Regen»

Für die Ausbaggerung der Schifffahrtsrinne und die Entsorgung des Sediments wird mit Grobkosten in der Höhe von rund 2,3 Millionen Franken gerechnet. Wie dies finanziert wird, sei noch nicht abschliessend geklärt. Der Schifffahrtsbetrieb kann somit auch in der kommenden Saison nur eingeschränkt und bei genügend hohem Wasserstand aufrechterhalten werden. Sigg sagt dazu: «Wir brauchen eine ergibige Regenperiode, dann sollten die Schiffe fahren können.»

veröffentlicht: 31. März 2023 20:35
aktualisiert: 31. März 2023 20:35
Quelle: FM1Today

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