TCS-Test

St.Galler E-Trottinetts schneiden gut ab

Nina Müller, 26. September 2019, 08:26 Uhr
Der Anbieter Voi, der in St.Gallen die E-Trottis zur Verfügung stellt, schneidet im TCS-Test gut ab.
© zVg
Seit Ende Juli flitzen St.Gallerinnen und St.Galler auf E-Trottinetts durch die Stadt. Der TCS hat die fünf auf dem Schweizer Markt vertretenen Anbieter getestet. Voi, der Anbieter in St.Gallen, schneidet zusammen mit Lime am besten ab.

App öffnen, E-Trottinett entsperren und losdüsen: Mit den Anbieter Voi sind die E-Trottinetts vergangen Juli – vorerst testweise – in St.Gallen angekommen. Auch in Zürich, Basel und Winterthur kurven die elektronischen Trottinetts bereits herum. 

E-Trottis von TCS getestet

Aus diesem Anlass hat der Touring Club Schweiz (TCS) die in der Schweiz vertretenen Anbieter Circ, Lime, Tier, Bird und Voi unter die Lupe genommen. Die Angebote wurden laut Mitteilung einem umfangreichen Stichproben-Test unterzogen, der anhand von über 20 Kriterien die Sicherheit der E-Flitzer, deren Zustand und Fahrbarkeit wie auch die Funktionalität des jeweiligen Apps prüfte. 

Zudem wurden die Preise verglichen und untersucht, ob die E-Trottinetts eine echte Alternative zu den bestehenden Verkehrsmöglichkeiten bieten. Die fünf Angebote wurden mit einer Skala von 1 (nicht empfehlenswert) bis 5 (hervorragend) Sternen bewertet.

Anbieter in St.Gallen schneidet am besten ab

Voi und Lime schneiden mit 4 Sternen am besten ab. Circ und Tier haben 3 Sterne bekommen und Bird ist der einzige Anbieter, der nur einen Stern erreicht hat. Die schlechte Bewertung begründet der TCS mit allgemein schlechten Leistungen bei den Sicherheitskriterien. Die Bremsen der E-Trottinetts von Bird entsprächen nicht den schweizerischen Zulassungsvorschriften.

E-Trottis können schnell gefährlich werden

Die Auswertungen des TCS zeigen zudem auf, dass die E-Trottis eine echte Alternative zu den bestehenden Verkehrsmöglichkeiten sein können. Vor allem, wenn der öffentliche Verkehr ruht oder man schlecht erschlossene Quartiere erreichen will. Weil die E-Trottis aber schnell gefährlich werden können (bei Regen, holprigen Strassen oder dem Überqueren von Tramschienen), empfiehlt der TCS, bei Fahrten mit den E-Trottis einen Helm zu tragen. 

Stapo SG hat noch keine Bilanz gezogen

Wie gefährlich die E-Trottis in St.Gallen sind, kann die Stadtpolizei St.Gallen zurzeit noch nicht sagen. «Wir ziehen nach drei Monaten die erste Bilanz», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen. Gemäss Widmer hat es aber noch keine Unfälle mit den E-Trottis gegeben. Weitere Auskünfte seien derzeit nicht möglich, da eine Anfrage des Stadtparlaments hängig sei. 

Preislich können die E-Trottis mit dem öffentlichen Verkehr nicht mithalten. Immerhin sind sie aber günstiger als eine Taxifahrt. 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 26. September 2019 06:20
aktualisiert: 26. September 2019 08:26