Walenstadt

Vermisster 27-Jähriger tot aus Walensee geborgen

2. Juni 2020, 18:32 Uhr
Nach einer zweitägigen Suchaktion wurde ein syrischer Flüchtling, der am Pfingstmontag nach einem Bad im Walensee verschwunden war, tot aufgefunden. Die Leiche des Mannes befand sich in 38 Metern Tiefe.

Der Böötler, der seit Pfingstmontag im Walensee vermisst wurde, ist tot: Polizeitaucher der St.Galler Kantonspolizei stiessen am Dienstag in 38 Metern Tiefe – rund 270 Meter vom Ufer in Walenstadt entfernt – auf eine männliche Leiche. Gemäss ersten Erkenntnissen handelt es sich um den vermissten Mann. Die genaue Identifizierung und die Ermittlungen zur Todesursache stehen laut Polizei aber noch aus.

Werbung

Quelle: tvo

Geschrei bis Ufer zu hören

Gemeinsam mit zwei Freunden hatte der in Wil wohnhafte Syrer am Pfingstmontag einen Schlauchboot-Ausflug auf dem Walensee unternommen. Gegen 15.30 Uhr ging der 27-Jährige im 16 Grad kühlen Wasser schwimmen und tauchte aus noch unbekannten Gründen unter. Ein Passant hörte lautes Geschrei vom Frauenbad aus – und schlug Alarm.

Sonarboot macht Leiche aus

Die Seerettung, mehrere Polizeipatrouillen mit Drohnen, Tauchteams und die Rega suchten am Montag bis Sonnenuntergang nach dem Vermissten, am Dienstag ging der Einsatz um fünf Uhr in der Früh weiter. Den entscheidenden Hinweis lieferte am Ende ein Sonarboot der Zürcher Seepolizei, welches am Dienstag kurz vor 15 Uhr einen möglichen menschlichen Körper ausmachte.

«Wir sind alle sehr traurig»

Freunde des Opfers verfolgten die Suchaktion vom Ufer aus. Sie gaben die Hoffnung bis zuletzt nicht auf, dass der 27-Jährige noch leben könnte. «Wir sind alle sehr traurig», sagte der 20-jährige Ferhad, ein in Trübbach lebender syrischer Flüchtling.

Laut Kantonspolizei St.Gallen war es nicht der erste Gummiboot-Ausflug der drei Freunde. Wie schwimmerfahren der Verstorbene war, ist laut Sprecher Florian Schneider jedoch unklar.

(lag)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. Juni 2020 16:23
aktualisiert: 2. Juni 2020 18:32