Unwetter sorgt für zwei Erdrutsche

Stephanie Martina, 20. Juli 2017, 11:10 Uhr
In Amden kam es wegen des Unwetters zu einem Steinrutsch.
In Amden kam es wegen des Unwetters zu einem Steinrutsch.
© Kantonspolizei St.Gallen
Gestern Abend zog ein heftiges Gewitter über die Schweiz und richtete auch in Teilen des FM1-Landes Schaden an. Im Kanton St.Gallen gingen zwei Erdrutsche nieder und beschädigten ein Auto. Ausserdem musste die Polizei zwei in Seenot geratene Boote an Land ziehen.

Starker Regen und heftige Sturmböen sorgten gestern Abend dafür, dass in der Einsatzzentrale der Kantonspolizei St.Gallen Hochbetrieb herrschte. Wie Mediensprecher Florian Schneider auf Anfrage sagt, hätten die St.Galler Feuerwehren wegen des Unwetters neun Mal ausrücken müssen. Zudem sei auch die Polizei am Abend im Dauereinsatz gestanden. Die meisten Einsätze hätten im Rheintal stattgefunden, wo das Unwetter am stärksten gewütet habe.

Steine beschädigen Auto

Zur wohl prekärsten Situation kam in Amden. Ein Autofahrer war mit seinem Auto auf der Bertliserstrasse unterwegs, als Steine aus der Felswand brachen und sein Auto trafen. Daraufhin drückte der Fahrer aufs Gaspedal, um dem Steinschlag zu entkommen. Allerdings blieb er wenig später stecken, weil ein grosser Stein auf der Strasse lag. Die Feuerwehr musste das Auto, an dem Sachschaden von rund 1500 Franken entstand, bergen. Der Fahrer blieb unverletzt. Bei allen anderen Einsätzen - auch beim zweiten Erdrutsch im Weisstannental bei der Bushaltestelle Mühleboden - seien ebenfalls keine Verletzten gemeldet worden, teilt Florian Schneider mit.

Bäume und Äste blockieren Strassen

Ansonsten mussten die Einsatzkräfte vor allem wegen Sturmholz ausrücken und Bäume und Äste, die auf die Strassen geweht geweht worden waren, beseitigen. «Ausserdem mussten unsere Patrouillen bei zahlreichen Baustellen die fortgewehten Abschrankungen wieder aufstellen und so gut wie möglich sichern», erklärt Schneider.

Boote auf Walen- und Zürichsee gerettet

Daneben kam auch die Seerettung zu zwei Einsätzen. Auf dem Zürichsee musste ein Motorboot, das es vor dem Unwetter nicht mehr rechtzeitig zurück in den Hafen geschafft hatte, mithilfe der Seerettung abgeschleppt werden. Auf dem Walensee musste die Seepolizei ein Schlauchboot an Land ziehen.

Keine nennenswerten Schäden in anderen FM1-Kantonen

Laut Florian Schneider hätten einzig die beiden Erdrutsche für grössere Einsätze gesorgt. Ansonsten habe das Unwetter keine aussergewöhnlichen oder besonders starken Schäden verursacht.

In den anderen Kantonen des FM1-Landes hat das Gewitter keine nennenswerten Schäden angerichtet, wie die jeweiligen Kantonspolizeien auf Anfrage von FM1Today erklären.

Unwetter verzögert Premiere auf Walensee-Bühne

Wegen des Unwetters mussten sich auch die Besucher, die sich die Premiere des Stücks «Saturday Night Fever» auf der Walensee-Bühne anschauen wollten, gedulden. Weil es in Strömen regnete, donnerte und blitze, wurde die Premiere um eine halbe Stunde verschoben.

Dunkle Wolken über der Walensee-Bühne (Bild: swiss-image.ch/Andy Mettler)
Dunkle Wolken über der Walensee-Bühne (Bild: swiss-image.ch/Andy Mettler)

Stephanie Martina
Quelle: red.
veröffentlicht: 20. Juli 2017 11:10
aktualisiert: 20. Juli 2017 11:10