Todesdrama im Wallis

«Manchmal gab es Spannungen zwischen Mutter und Sohn»

25. Mai 2022, 18:43 Uhr
In Siders im Kanton Wallis soll ein 14-Jähriger seine eigene Mutter mit einer Stichwaffe getötet haben. Anwohnende reden von einer eigentlich sympathischen Familie, der Sohn habe allerdings Probleme gehabt. Er soll an Autismus leiden.
Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei ereignete sich der Mord an der 41-jährigen Mutter in der Nacht auf Montag. (Symbolbild)
© Keystone/GAETAN BALLY

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat ein 14-jähriger Bub mutmasslich seine eigene Mutter erstochen. Die 41-Jährige starb noch vor Ort. Die Jugendstaatsanwaltschaft hat bereits eine Untersuchung eingeleitet, ihr Sohn befindet sich nun in Untersuchungshaft (die Today-Zentralredaktion berichtete). Laut Anwohnenden gab es ein riesiges Polizeiaufgebot.

Auch eine Nachbarin meldet sich zu Wort: «Ich habe kurz nach MItternacht eine Frau schreien gehört», sagt eine Frau gegenüber «20 Minuten». «Danach habe ich ein Klatschen gehört, als ob man jemanden ohrfeigen würde. Schliesslich fiel etwas herunter, ich hörte ein Klirren, als ob ein Glas oder eine Vase heruntergefallen wäre», fährt die Nachbarin fort.

Todesopfer arbeitete als Kosmetikerin

Laut einer guten Freundin der verstorbenen Mutter leidet der 14-Jährige an Autismus, schreibt «20 Minuten» weiter. «Er war nie ein einfaches Kind. Er muss regelmässig Medikamente nehmen und ist in psychologischer Behandlung. Hin und wieder gab es Spannungen zwischen Mutter und Sohn", wird die Frau zitiert. «Dass es nun so weit kommen konnte, hätte ich nie gedacht.»

Das Todesopfer habe seit fünf Monaten mit ihren beiden Söhnen in der Wohnung gewohnt, sagen die Nachbarn. Sie seien immer sympathisch gewesen und hätten jeweils freundlich gegrüsst. Laut «20 Minuten» arbeitete die Mutter als Kosmetikerin, der Sohn besuchte eine Schule in der Nähe. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

(log)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 25. Mai 2022 16:45
aktualisiert: 25. Mai 2022 18:43
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