Reparieren bis der Schraubenzieher glüht

Michael Ulmann, 27. Oktober 2017, 15:35 Uhr
Am Reparaturtag reparieren freiwillige alles mögliche (Bild von 2016 in Thun).
© Matthias Luggen/matthiasluggen.ch
Morgen Samstag werden in der ganzen Schweiz wieder hunderte defekte Gegenstände repariert. Dies am zweiten nationalen Reparaturtag. Das Ziel: Defekte Gegenstände nicht wegwerfen, sondern weiter benutzen. Das erste Mal macht auch der Kanton Thurgau offiziell mit.

Repariert wird in sogenannten Repair Cafés. Und das kostenlos. Alleine in der Deutschschweiz existieren über 60 davon. Die Reparatur-Profis in den Repair Cafés arbeiten alle ehrenamtlich. Beim ersten Schweizer Reparaturtag im letzten Jahr haben knapp 30 Repair Cafés mitgemacht und rund 1000 Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von drei Tonnen repariert. Dieses Jahr soll dieser Rekord gebrochen werden. Eine Übersicht, welche Repair Cafés dieses Jahr mitmachen, gibt es hier. Ein Repair Café gibt es im FM1-Land unter anderem in Altstätten, Bischofszell, Buchs, Flawil, Frauenfeld, Herisau und St.Gallen.

Premiere für Kanton Thurgau

Initiert hat die Repair Cafés sowie den Reparaturtag die Stiftung für Konsumentenschutz sowie ihre Partnerorganisationen aus der Romandie und dem Tessin. Verschiedene Städte und Kantone unterstützen das Projekt als Kooperations-Partner. Das erste Mal dabei ist dieses Jahr auch der Kanton Thurgau, als bisher einziger Kanton im FM1-Land. Im Kanton Thurgau beteiligen sich die Repair Cafés in Frauenfeld und Weinfelden am zweiten nationalen Reparaturtag.

Abfall reduzieren

Laut dem Amt für Umwelt des Kantons Thurgau landen viele Dinge im Abfall, obwohl sie nur geringfügig beschädigt sind und nur mit wenig Aufwand wieder voll funktionstüchtig wären. Eine fachgerechte Reparatur kann die Lebensdauer eines Produktes entscheidend verlängern. Dadurch werden Abfallmengen verringert und Ressourcen für die Neuproduktion gespart.


Michael Ulmann
Quelle: uli
veröffentlicht: 27. Oktober 2017 14:35
aktualisiert: 27. Oktober 2017 15:35