«Entscheidend ist, dass der Mut da war»

Laurien Gschwend, 7. Mai 2017, 17:18 Uhr
Die Espen sind beim ersten Spiel unter Giorgio Contini zum Siegen zurückgekehrt. Wir haben den frischgebackenen FCSG-Trainer gefragt, wie er das 1:0 gegen Lausanne beurteilt.

Giorgio Contini, herzliche Gratulation zum 1:0-Auswärtssieg gegen Lausanne. Man kann sagen, der Start ist geglückt.

Ja, der Start ist resultatmässig geglückt. Das ist das, was wir uns auch vorgenommen hatten. Dass man in zwei Tagen Training nicht alles auf den Kopf stellen kann, ist allen bewusst - und doch habe ich heute gewisse Sachen gesehen, welche die Mannschaft versucht hat, umzusetzen. Entscheidend ist, dass der Mut da war, zusätzlich brauchten wir heute natürlich auch das Glück auf unserer Seite.

Der Start ins Spiel ist mir sehr positiv aufgefallen. Danach ist es zu einem Bruch gekommen. Hast du das ähnlich erlebt?

Der Bruch ist vor allem entstanden, weil Lausanne umgestellt hat. Der Gegner hat mit drei Stürmern angegriffen, wir haben schlecht verschoben. Vor allem haben wir mit der Vierer-Kette die Breite nicht abdecken können. Wir haben die Bälle zwar abgewehrt, sie landeten aber immer beim Gegner, weshalb wir in eine Druckphase gelangt sind. Vor allem gegen den Schluss des Spiels habe ich aber einen grossen Esprit gesehen.

Woran arbeitet ihr während der kommenden Wochen? 

An der Bereitschaft und der Flexibilität, das System während des Spiels zu wechseln. Das ist Detailarbeit, die wir unter der Woche zum Beispiel mit Videomaterial genauer anschauen können. In Zukunft werden wir immer wieder an diesem Punkt arbeiten müssen - man hat ja bekanntlich nie ausgelernt.

Mario Mutsch befand sich in letzter Zeit immer auf der Tribüne. Heute war er seit Langem wieder im Aufgebot; kurz vor der Pause wurde er eingewechselt, weil sich Silvan Hefti verletzte. Wie beurteilst du seine Leistung? 

Sein Auftreten war sehr professionell. Er ist ein einwandfreier Mensch und hat heute bewiesen, dass er sofort bereit ist, wenn man ihn braucht.

Das Interview führte FM1-Reporter Marc Baumeler. 

Laurien Gschwend
veröffentlicht: 7. Mai 2017 16:51
aktualisiert: 7. Mai 2017 17:18