FC St.Gallen

Wegen Pyros: Choreo-Verbot und mehr Polizei gegen Thun

26. September 2019, 11:22 Uhr
Pyro Kybunpark
So sah es vergangene Woche im St.Galler Kybunpark aus.
© St.Galler Tagblatt/Urs Bucher
Der FC St.Gallen und die Stadtpolizei St.Gallen reagieren auf das massive Abbrennen von Pyros der Fans beim Spiel gegen Servette. Sie entscheiden sich für mehr Polizei und ein Choreo-Verbot.

«Nach den Vorfällen mit pyrotechnischem Material anlässlich des Meisterschaftsspiels gegen Servette vergangenen Samstag führte der FC St.Gallen intensive Gespräche mit Behörden und unterschiedlichen Anspruchsgruppen», heisst es.

Die Konsequenzen: Ein verstärktes Sicherheitsdispositiv an Heimspielen und ein Choreo-, Fahnen- und Doppelhalter-Verbot beim nächsten Spiel vom Samstag gegen den FC Thun.

Weiter teilt der FC St.Gallen mit, dass er Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen werde. 

«Dem FC St.Gallen grossen Schaden zugefügt»

«Wir lassen nicht zu, dass eine einzelne Gruppierung ihre Eigeninteressen über das Wohl aller anderen Stadionbesucher, den Auftritt unserer Mannschaft sowie über die sportlichen und wirtschaftlichen Ziele des FC St.Gallen stellt», teilt der Club mit. Mit dem Einsatz von Pyros seien Regeln missachtet und Grenzen überschritten worden.

Der FC St.Gallen schreibt weiter: «Mit dieser Aktion haben die Urheber dem FC St.Gallen grossen Schaden zugefügt. Wir unternehmen alles, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dass der eingeschlagene Weg intensiver Gespräche und klarer Kommunikation von Regeln und Grenzen diesen Vorfall nicht verhindern konnte, bedauern die Verantwortlichen des FC St.Gallen zutiefst.»

Dialog soll fortgesetzt werden

Die von der überwiegenden Mehrheit der Fans gelebte Fankultur und die leidenschaftliche Unterstützung der Mannschaft seien schweizweit einzigartig und dürften nicht durch einzelne Gruppen geschädigt werden, schreibt der FCSG.

«Mit dieser Stellungnahme und den erwähnten Massnahmen soll ein klares Zeichen im Interesse der Entwicklung des FC St.Gallen und seiner treuen Anhängerschaft gesetzt werden», heisst es. Gleichzeitig solle der Weg des Dialoges fortgesetzt werden.

Verbot vorerst für ein Heimspiel

«Leicht hätte es zu einem schwerwiegenden Ereignis kommen können», teilt die Stadtpolizei St.Gallen mit. Deshalb seien Auflagen beschlossen worden. «Diese beinhalten zum einen konkrete Sicherheitsmassnahmen im und um das Stadion und zum anderen ein Verbot von Fahnen und Choreo-Material im Sektor D (Fansektor) für das nächste Heimspiel.»

Vorerst gilt das Verbot für ein Heimspiel. «Die Stadtpolizei St.Gallen behält sich vor, dieses Verbot bei erneutem Fehlverhalten auf weitere Heimspiele auszudehnen sowie weitere Massnahmen einzuleiten», heisst es weiter.

Die Stadtpolizei wertet derzeit Video- und Beweismaterial der Vorfälle aus.

Auf Anfrage von FM1Today sagt der Dachverband 1879, der die organisierten Fans vertritt, einzig: «Wir haben die Massnahmen zur Kenntnis genommen.» Gegebenenfalls folge zu einem späteren Zeitpunkt eine Stellungnahme.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 26. September 2019 10:06
aktualisiert: 26. September 2019 11:22