«Wir Wiler müssen zusammenhalten»

Raphael Rohner, 4. November 2017, 07:22 Uhr
Der FC Wil kämpft sich langsam aus der Krise zurück und bekommt vom einstigen Feind, der Politik, die Hand gereicht. In Wil will man aus den Fehlern des Türken-Skandals lernen. Der Fussballverein kämpft nicht nur um den Ligaerhalt, sondern auch um die Anerkennung aus der Bevölkerung.

«Ich denke, dass der FC Wil auf dem richtigen Weg ist», sagt die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann gegenüber TVO. Es dauere noch etwas, bis das Vertrauen wieder hergestellt sei, aber man sei miteinander daran, die Vergangenheit zu verarbeiten.

Stadt und Fussballverein hatten Krach

Vor neun Monaten drehten die türkischen Investoren dem Wiler Fussballclub den Geldhahn zu. Die Rettung des Vereins glückte zwar knapp, doch kämpfte der Club gegen den drohenden Abstieg. Neben Punkten fehlt es dem FC Wil auch an Anerkennung aus der Region. Die negativen Schlagzeilen nagten stark am Image des Fussballclubs. Auch gab es zwischen dem Verein und der Wiler Regierung immer wieder Krach. So beschuldigte der Verein die Stadt, dass sie tatenlos zusehen würden, wie der FC Wil untergehe.

Hoffnung auf eine bessere Zukunft

Diese Wogen haben sich unterdessen jedoch etwas geglättet und jetzt soll es wieder gemeinsam in Richtung Zukunft gehen. «Wir sind eine Stadt und eine Region und müssen zusammenhalten», sagt der Präsident vom FC Wil, Roger Bigger. Die Bevölkerung soll wieder hinter dem Verein stehen können, so Bigger.

Grosse Chance für Nachwuchsspieler

Auch sportlich hat sich beim Verein einiges verändert: Das Kader wurde um 19 neue Spieler erweitert. Diese sollen nach dem Skandal mit dem türkischen Milliardär Nazif Günal den Ligaerhalt des Vereins bewirken. «Der Neuanfang hat vielen Nachwuchsspielern eine Karriere in der ersten Mannschaft ermöglicht», sagt der 19-jährige Kenzo Schällibaum. Er gehört zu den Hoffnungsträgern des Vereins. Aktuell hat der FC Wil noch einen Punkt Vorsprung auf den Liga-Letzten.

Werbung

Raphael Rohner
Quelle: TVO/rar
veröffentlicht: 4. November 2017 07:22
aktualisiert: 4. November 2017 07:22