St.Galler Ärzte sollen in Dornbirn aushelfen

Wo werden Vorarlberger Krebspatienten künftig behandelt? Politiker sind dabei, eine passende Lösung zu finden. (Symbolbild)
Wo werden Vorarlberger Krebspatienten künftig behandelt? Politiker sind dabei, eine passende Lösung zu finden. (Symbolbild) © iStock
Zuerst war die Rede davon, krebskranke Kinder aus Vorarlberg in St.Gallen zu behandeln – nach der Ablehnung dieser Lösung sollen nun Ostschweizer Ärzte über der Grenze eingesetzt werden.

Wegen der Schliessung der Kinder-Onkologie in Dornbirn wurde im Frühling dieses Jahres geprüft, ob krebskranke Kinder aus Vorarlberg künftig in St.Gallen behandelt werden sollen. Ein Vierteljahr später sagte das Vorarlberger Gesundheitsministerium deutlich «Nein» zu diesem Vorschlag. St.Gallen besitze kein von der EU zertifiziertes kinderonkologisches Zentrum. Zudem meinte Landeshauptmann Markus Wallner, österreichische Patienten seien in St.Gallen Bittsteller und würden bei Engpässen nicht versorgt.

Die Hilfe aus St.Gallen ist aber noch nicht komplett vom Tisch, wie vol.at berichtet: So lange in Dornbirn kein geeignetes Personal für die Behandlung krebskranker Kinder zur Verfügung steht, sollen Ärzte aus St.Gallen deren ärztliche Betreuung sicherstellen. Ende August wollen Landesrat Christian Bernhard und Vertreter des Kantonsspitals St.Gallen über die mögliche Zusammenarbeit sprechen. «Welche Unterstützungen St.Gallen tatsächlich anbieten kann und wie diese mit unserem medizinischen System kompatibel sind, wird man sehen», sagt ÖVP-Politikerin Martina Rüscher zu vol.at.

(red.)


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