Was taugt das Carvelo als Auto-Ersatz?

13.08.2018, 15:30 Uhr
· Online seit 09.06.2017, 06:05 Uhr
Wer konsequent Energie einsparen will, der muss nicht nur auf seine Ernährung und den Haushalt achten, sondern auch auf seine Fortbewegung. Ein Auto ist da der Nummer eins Energieverbraucher. Immer mehr Alternativen gibt es daher, um auf ein eigenes Auto zu verzichten. In St.Gallen stehen beispielsweise sieben Carvelos.
Fabienne Engbers
Anzeige
sponsor-grafik
Stadt St.Gallen Watt bin ich

Rund einen Liter Benzin braucht ein Auto für den Transport der Einkäufe von FM1-Moderatorin Katerina Mistakidis. Das entspricht etwa zehn Kilowattstunden. Das Carvelo, das vorne eine Transportbox hat und mit einem Elektromotor angetrieben wird, braucht für den gleichen Weg etwa 500 Wattstunden. «Damit spart man rund 20 Mal so viel Energie, wenn man das Velo nimmt», sagt Energieexperte Fredy Zaugg. Er gab Katerina während der FM1-Energiewoche Tipps zum Stromsparen.

«Carvelo fährt sich wie ein E-Bike»

Katerina Mistakidis hat das Carvelo getestet und ist positiv überrascht. «Einen Harass Mineral und zwei Einkaufstaschen konnte ich mühelos transportieren. Das Velo fährt sich wie ein normales E-Bike.» Insgesamt stehen sieben Carvelos in der Stadt St.Gallen an unterschiedlichen Standorten, die gegen eine Gebühr ausgeliehen werden können. «Es lohnt sich, das Velo einmal auszuprobieren, es macht auch Spass, damit zu fahren», sagt Fredy Zaugg.

Auch in der Freizeit das Transportmittel anpassen

Wer in der Freizeit öfter Mal das Auto stehen lässt und sich mit dem Velo fortbewegt, der spart eine Menge Energie. «Auf das Hobby kommt es gar nicht sonderlich an, die Fortbewegung ist deutlich wichtiger», sagt Fredy Zaugg. Natürlich braucht man aber mehr Energie wenn man ins Kino oder einen Vergnügungspark geht, als wenn man wandert oder im See schwimmt.

Seit Anfang Juni läuft wieder die Aktion «bike to work», wo Mitarbeiter dazu animiert werden, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu gehen. Ein guter Anlass, um das Velo wieder einmal aus der Garage zu holen und auszufahren.

Wer wissen will, wie viel Energie er während dem ganzen Tag verbraucht findet hier ein lustiges Tool, um das auszurechnen.

Auch Google braucht Energie

«Eine Google-Anfrage braucht laut einer Studie rund 0,3 Wattstunden Energie. Das ist wenig, aber wenn man oftmals etwas sucht, rechnet sich das schon zusammen», sagt Fredy Zaugg. Zur Energie, die von den Rechenzentren irgendwo im Ausland benötigt werden, kommt jene vom eigenen Computer dazu. Fredy Zaugg rät Energiesparern, ihre Google-Anfrage mit dem Smartphone oder Tablet zu machen. «Damit braucht man etwa zehn Mal weniger Energie als mit einem Computer.»

Während der gesamten Woche hat Katerina Mistakidis verschiedene Energiespartipps umgesetzt, zum Beispiel ihre Glühbirnen ersetzt, mit dem Wasserkocher statt auf dem Herd gekocht und auf Fleisch verzichtet. Zu allen Artikeln des FM1 Energie-Experiments geht es hier.
veröffentlicht: 9. Juni 2017 06:05
aktualisiert: 13. August 2018 15:30
Quelle: enf

Anzeige