Nach Blutbad in den USA

Staatsanwaltschaft stellt siebenfache Mordanklage gegen Chicago-Todesschützen

6. Juli 2022, 09:02 Uhr
Nach der Schiesserei bei einer Parade zum US-Nationalfeiertag in einem Vorort von Chicago ist der mutmassliche Todesschütze wegen Mordes in sieben Fällen angeklagt worden.

Am Sonntag kam es in einem Vorort von Chicago zu einer erneuten Schiesserei in den USA, bei der sieben Menschen ums Leben kamen. Dutzende Weitere wurden schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft hat nun den mutmasslichen Schützen des siebenfachen Mordes angeklagt.

Lebenslange Haft droht dem Schützen

«Dies sind nur die ersten von vielen Anklagen», sagte der Staatsanwalt des Bezirks Lake County, Eric Rinehart, am Dienstagabend in der Kleinstadt Highland Park. Er erwarte, dass der 21 Jahre alte Tatverdächtige noch in Dutzenden weiteren Punkten zur Rechenschaft gezogen werde. Im Falle einer Verurteilung würden aber bereits die Anklagen wegen Mordes ersten Grades zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Chance auf Bewährung führen.

Erst Stunden nach der Tat konnte der mutmassliche Schütze gefasst werden.

© Keystone/AP/Nam Y. Huh

Rinehart kündigte an, die Staatsanwaltschaft werde an diesem Mittwoch bei Gericht beantragen, dass der Verdächtige in Untersuchungshaft genommen werde - ohne die Möglichkeit, gegen Kaution bis zu einem Urteil auf freien Fuss zu kommen.

Staatsanwaltschaft fordert Verbot von Sturmgewehren

Die Staatsanwaltschaft betonte dabei, für die Sicherheit der Menschen müsse mehr getan werden. Er forderte ein landesweites Verbot von Sturmgewehren, wie sie bei zahlreichen Massakern in den USA benutzt wurden - so auch im Falle der jüngsten Tat in Highland Park. US-Präsident Joe Biden war kürzlich mit der gleichen Forderung am Widerstand im Kongress gescheitert.

In Highland Park hatte ein Schütze am Montag, dem Unabhängigkeitstag der USA, das Feuer eröffnet. Erst Stunden später wurde der mutmassliche Täter gefasst. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte er mit einem «leistungsstarken Gewehr» vom Dach eines Geschäftsgebäudes aus wahllos auf die feiernde Menschenmenge gefeuert und etwa 70 Schüsse abgegeben. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden. Die Zahl der Toten stieg am Dienstag auf sieben, nachdem ein weiteres Opfer an seinen Verletzungen starb.

(sda/baz)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 6. Juli 2022 06:54
aktualisiert: 6. Juli 2022 09:02
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