Wildunfälle: Massnahmen zeigen Wirkung

Die Signaltafeln haben gewirkt: Es passieren weniger Unfälle mit Wild. (Symbolbild)
Die Signaltafeln haben gewirkt: Es passieren weniger Unfälle mit Wild. (Symbolbild) © iStock
Verschiedene Massnahmen der Polizei sollen Wildunfälle verhindern. So wurden vor einigen Wochen Geschwindigkeitsbregrenzungen eingeführt und Radarfallen aufgestellt. Diese Massnahmen gegen Wildunfälle scheinen zu nützen, immer weniger Hirsche oder Rehe kommen unter die Räder.

«In den vergangenen Wochen haben wir im Raum Bad Ragaz 30’000 Autofahrer gemessen. Davon fuhren 773 Autofahrer zu schnell», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Als der Blitzer vor rund zwei Wochen aufgestellt worden ist, erwischte er noch gut fünf Prozent der Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit. Diese Zahl habe mittlerweile abgenommen.

Temporeduktion ist ein Ausnahmefall

«Das Bewusststein der Leute auf der Strasse hat sich verändert. Durch die Signalisation und die Medienberichte wurden die Menschen vermutlich auf das Thema senisbilisiert und halten die Augen offen», sagt Krüsi. Bis jetzt hat es noch keinen Unfall mit verletzten Personen gegeben und das war das Ziel dieser Massnahmen.

«Wir mussten noch nie Temporeduktionen wegen des Wilds machen, das ist ein Ausnahmefall. Ende Januar hatte es aber so viele Tiere auf der Strasse, dass uns nichts anderes übrig blieb», sagt der Mediensprecher. Mittlerweile habe die Zahl der Hirsche und Rehe im Allgemeinen abgenommen. «Es ist wieder grüner in der Höhe, deshalb kommen weniger Tiere ins Tal», sagt Hanspeter Krüsi.

«Futterstellen schaden mehr, als sie nützen»

Nebst den Signaltafeln und Temporeduktionen wird teilweise auch Brosholz eingesetzt. Vor den Hauptverkehrszeiten werden Bäume gefällt, an denen die Tiere knabbern können und sie so von der Strasse wegbleiben. Die Tiere selbst zu füttern, ist gemäss dem St.Galler Wildhüter Rolf Wildhaber keine gute Idee: «Futterstellen schaden mehr, als sie nützen», sagte er im TVO – Ostschweizer Fernsehen. Die Zahl der Hirsche habe im Vergleich zu vor zehn Jahren, als Hirsche noch gefüttert wurden, zugenommen.

TVO-Beitrag vom 30. Januar 2019:

Wildwechsel in Gams:

(abl)


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