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Schandfleck wird geräumt

Christoph Fust, 2. Oktober 2015, 08:48 Uhr
Knapp zwei Monate nach dem Brand auf dem ehemaligen Raduner-Areal in Horn haben die Behörden heute informiert, wie es weiter geht. Der Besitzer des abgebrannten Geländeteils will das Areal endlich räumen und anschliessend zur Überbauung verkaufen. Innerhalb eines Jahres sollen alle Gebäude auf seinen Grundstücken abgerissen sein. Momentan blockiert jedoch ein Rechtsverfahren die Sanierung.
Teil des Raduner-Areals in Horn.
© FM1Today/Christoph Fust

Das Wort Schandfleck benutzt der Horner Gemeindepräsident Thomas Fehr heute Nachmittag immer wieder, währenddem er über die Zukunft des abgebrannten Raduner-Areals spricht. So schnell wie möglich soll das Gelände geräumt sein. Die Gemeinde hat seit anfangs September eine Bewilligung für den Rückbau, weil das Areal polizeiwidrig sei.

Doch ein anderer Grundstückbesitzer, die Firma Peterhans, ficht die Sanierung an, weil sie nicht mit dem Kostenverteiler bei der Sanierung der Altlasten einverstanden sei. «Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die Firma uns immer wieder Steine in den Weg legt», sagt Gemeindepräsident Fehr an der heutigen Medienorientierung. «Auf dem Areal liegen beispielsweise Asbestrückstände offen herum.»

Rückbau braucht ein Jahr

Der Besitzer des restlichen Raduner-Areals, die Eberhard Holding AG, unterstützt die Bestrebungen der Gemeinde. «Ich rechne damit, dass das Gelände innerhalb eines Jahres frei von Altlasten und vollständig geräumt ist», sagt Heinrich Eberhard, welchem der östliche Teil des Areals gehört. Danach sollen die Grundstücke zum Verkauf angeboten werden und durch einen neuen Eigentümer überbauen werden. Die Kosten für die Abbruchsarbeiten und der Altlastensanierung bezahlt die Eberhard Bau AG. Seit Anfang dieser Woche sind die Vorbereitungen nun im Gang.

Mieter platzt in Medienkonferenz

An Rande der heutigen Medienkonferenz meldete sich auch Mieter Max Niederer zu Wort. Der Brand am 3. August ist in seinem Second-Hand-Laden «Gwunderland» ausgebrochen. Schon damals sprach er von Brandstiftung. Heute erhält er Aufwind, die Kantonspolizei Thurgau bestätigte gegenüber FM1Today, dass ein technischer Defekt als Ursache des Brands ausgeschlossen wird. In der Diskussion mit Heinrich Eberhard verwies dieser aber auf den Generalvermieter, mit welchem Max Niederer einen Vertrag habe. (chf)

 

 

Christoph Fust
veröffentlicht: 1. Oktober 2015 16:23
aktualisiert: 2. Oktober 2015 08:48