Lange Wartezeit

Festival-Fans kritisieren Planung am OpenAir St.Gallen

4. Juli 2022, 20:25 Uhr
Wer die letzten Tage das OpenAir St.Gallen besuchte, brauchte viel Geduld. Für die insgesamt 110'000 Besucher und Besucherinnen gab es zeitweise nur einen Ein- und Ausgang. Dafür gibt es nun harsche Kritik an die Adresse der Organisatoren.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Sogar durch die Sitter verliessen einige Gäste am Sonntag das Festival-Gelände. Das, weil die Schlange beim Ausgang zu lange war. Auch dass der Helferausgang für die Gäste geöffnet wurde, minderte den Andrang nicht. Bis zu einer Stunde mussten einige Gäste auf den Auslass warten.

«Ihr macht das nicht zum ersten Mal, oder?»

Auf Social Media machen die Gäste ihrem Frust Luft: «Bei dieser Hitze war es wirklich eine Katastrophe. Das müsst ihr nächstes Jahr besser machen. Sonst geht das nicht», schreibt ein User auf Facebook. «Man muss kein Genie sein, um zu wissen, dass ein Zwei Meter breiter Eingang für 30'000 Menschen nicht ausreicht. Ihr macht das nicht zum ersten Mal, oder», schreibt ein anderer User.

Online gibt es eine Entschuldigung der Organisatoren. Das OpenAir war vor sechs Jahren das letzte Mal ausverkauft. Seither habe sich vieles verändert. «Früher ging man ans Festival und blieb dort. Ein Teil der Besucherinnen und Besucher schläft zu Hause. Das Zelt wird von diesen Gästen nur als Gemeinschaftsraum genutzt. Das ist eine Veränderung. Wenn die Frequenzen bis in die frühen Morgenstunden so hoch sind, ist das eine logistische Herausforderung», sagt Christof Huber, Festivaldirektor des OpenAir St.Gallen, gegenüber TVO. Bis zum nächsten Festival wollen die Organisatoren eine Lösung finden.

Positives Fazit der Stadtpolizei St.Gallen

Das OpenAir-Fazit der Sanität und Polizei fällt positiv aus. Die Einsatzkräfte hatten weniger zu tun, als während Festivals in der Vergangenheit. «Bei den Einsätzen handelte es sich mehrheitlich um Hilfeleistungen. Wir wurden also beigezogen, wenn Gäste verbotene Gegenstände dabeihatten. Auf dem Gelände selbst kam es nur zu wenigen Auseinandersetzungen. Es war also ruhiger als in anderen Jahren», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen.

Ab Montag wird das Gelände geräumt, der Abfall eingesammelt und die Bühnen abgebaut. Trotz Festival-Ende herrscht Hochbetrieb im Sittertobel. Und auch die ersten Tickets für die Ausgabe von 2023 wurden bereits alle verkauft.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 4. Juli 2022 20:25
aktualisiert: 4. Juli 2022 20:25
Anzeige