Zusammenarbeit

St.Gallen, Graubünden und Glarus prüfen gemeinsame Spitalplanung

14. Januar 2020, 13:19 Uhr
Die St.Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann traf sich am Montag mit ihren Kollegen aus Graubünden und Glarus.
© Urs Bucher/St.Galler Tagblatt
Die Gesundheitsdirektorin des Kanton St.Gallen und die Gesundheitsdirektoren der Kantone Graubünden und Glarus möchten die Zusammenarbeit in der stationären Gesundheitsversorgung stärken. Zu diesem Zweck werden sie den jeweiligen Regierungen eine entsprechende Absichtserklärung unterbreiten.

Ziel der Absichtserklärung ist die Prüfung der Zusammenarbeit in allen Bereichen des stationären Gesundheitswesens, wie es in der am Dienstag versandten Mitteilung der drei Kantone heisst. Dazu gehören die Bereiche Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation. Im Mittelpunkt steht eine qualitativ hochstehende und bedarfsgerechte Versorgung für die Bevölkerung über die Kantonsgrenzen hinweg.

Wie wirkt sich zusammenarbeit auf Patientenströme aus?

Dies haben die St.Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann, der Glarner Gesundheitsdirektor Rolf Widmer und der Bündner Gesundheitsdirektor Peter Peyer an einem Treffen in St.Gallen am Montag entschieden. Die Prüfung soll aufzeigen, wie sich eine stärkere Zusammenarbeit auf die Patientenströme auswirken würde. Ebenso soll aufgezeigt werden, wie die Tarife und Spitallisten ausgestaltet werden müssten.

Für alle drei Gesundheitsdirektoren gelte der Grundsatz, dass durch eine stärkere Zusammenarbeit keine Mengenausweitung erfolgen dürfe, heisst es im Communiqué weiter. Sie werden nun eine entsprechende Absichtserklärung ausarbeiten und den jeweiligen Regierungen bis Mitte Februar zur Verabschiedung unterbreiten.

St.Gallen will auch mit Appenzell zusammenarbeiten

Bereits im Dezember hatten die zuständigen Regierungsräte aus St.Gallen, Innerrhoden und Ausserrhoden im TVO-Talk angekündigt, dass eine interkantonale Zusammenarbeit bei den Spitälern geprüft werde. Auch der Thurgau zeigte in der Folge Interesse an einer Zusammenarbeit. 

Das kantonale Gärtchendenken zu überwinden ist dringend nötig, schreiben doch diverse Spitäler und Spitalregionen im FM1-Land rote Zahlen.

(sda/red.)

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Januar 2020 10:44
aktualisiert: 14. Januar 2020 13:19