Rapperswil-Jona

Lido-Badi öffnet im Sommer trotzdem wieder

17. Februar 2020, 15:27 Uhr
Politikerin Bianca Brunner startete eine Petition für die Wiedereröffnung der Badi.
© PD
Der Stadtrat von Rapperswil-Jona hat entschlossen, die Badi Lido im Sommer trotzdem zu öffnen. Wegen der Erneuerung und Sanierung des Schwimmbads sollte die Badi eigentlich geschlossen bleiben. Doch wegen Kostenüberschreitungen wurde das Projekt vorübergehend eingestellt.

Es war ein Hin und Her. Im November 2018 hatten die Bürger von Rapperswil-Jona dem Baukredit für das Projekt Erneuerung und Sanierung des Schwimmbads Lido zugestimmt. Der Baukredit wurde mit 27,5 Millionen Franken beziffert. Im vergangenen Dezember musste das Projekt jedoch eingestellt werden, da der Baukredit um mindestens fünf Millionen Franken überschritten werden muss. Die Stadt teilte zu jenem Zeitpunkt mit, dass die Badi für die Saison 2020 geschlossen bleibe. 

Petition für Wiedereröffnung

Anfang dieses Jahres startete die Politikerin Bianca Brunner eine Petition, die eine Wiedereröffnung der Lido-Badi für diesen Sommer vorsieht. Vergangenen Sommer war sie aufgrund des Bauvorhabens geschlossen worden. Die Grünliberale Brunner befürchtete, dass es Jahre dauern würde, bis die Badi wieder eröffnet werde. Nun gab Stadtpräsident Martin Stöckling aber bereits vor der Abgabe der Petition bekannt, dass die Badi im Sommer wieder öffnen werde. 

Gratis-Eintritt, weil Kassensystem fehlt

Vieles wurde aber bereits entsorgt: Liegen, Sonnenschirme und das Kassensystem fehlen der Badi. Weil die Kassen fehlen, sollen die Eintritte kostenlos sein. 100'000 Franken setzt die Stadt damit in den Sand, wie linth24.ch berichtet. Für die Eröffnung kommen nochmals 150'000 Franken für Notsanierungen hinzu, eine halbe Million für die Betriebskosten. Das Einzige, was noch fehlt, ist ein Bademeister. 

Unterschriften werden weitergesammelt

Was mit dem Neubau nun geschieht, steht noch offen. Im Mai sollen Erkenntnisse zu den Kosten vorliegen. Bianca Brunner wird ihre Petition am 26. Februar trotzdem einreichen. Die Politikerin möchte sich damit bei den Personen bedanken, die sich für die Wiedereröffnung eingesetzt hatten. 1200 Unterschriften sind bisher eingegangen. Bis Ende Februar werde noch weitergesammelt.

(gbo)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 17. Februar 2020 15:27
aktualisiert: 17. Februar 2020 15:27