Tobi-Grossbrand

Verurteilte Jugendliche ziehen vors Obergericht

26. März 2021, 12:07 Uhr
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Die drei Jugendlichen, die vor zwei Wochen vom Bezirksgericht Arbon wegen des Grossbrands bei Tobi Seeobst in Egnach verurteilt wurden, legen Berufung ein. Das Thurgauer Obergericht muss sich nun mit dem Fall befassen.

Das Bezirksgericht Arbon hat die drei Jugendlichen vor zwei Wochen wegen «fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst» schuldig gesprochen. Das Urteil beinhaltete gemeinnützige Arbeit für die Jugendlichen. Dies wollen die drei nun Anfechten und ziehen das Urteil ans Thurgauer Obergericht weiter, heisst es in einer Meldung von Radio Top.

Vier Jugendliche kletterten am Abend des 17. März 2018 auf die aufgestapelten Kunststoffpaloxen und zündeten dort zwei Kerzen an. Beim Verlassen des Stapels liessen die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren die Kerzen brennen. Die Kerzen führten zu einem Grossbrand mit millionenhohem Sachschaden.

Die Jugendanwaltschaft stellte damals das Strafverfahren gegen einen Jugendlichen ein und bestrafte die anderen drei mit Strafbefehlen wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst mit einer Erziehungsstrafe. Gegen die Strafbefehle erhoben die Jugendlichen Einsprache, weshalb sich das Bezirksgericht mit der Sache befassen musste. An der Hauptverhandlung anfangs März 2021 beantragten die Verteidiger der Jugendlichen einen Freispruch, die Jugendanwaltschaft weiterhin einen Schuldspruch.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 26. März 2021 11:27
aktualisiert: 26. März 2021 12:07