Roggwil

Unbekannte zünden Raiffeisen-Bancomat an

2. Januar 2020, 15:19 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit

Unbekannte haben in Roggwil einen Raiffeisen-Bancomaten in Brand gesetzt. Sie konnten unerkannt fliehen. Es ist nicht der erste Anschlag in letzter Zeit auf Bankautomaten.

In Roggwil ist ein weiterer Anschlag auf eine Raiffeisen-Automaten verübt worden. Wie die Kantonspolizei Thurgau mitteilt, haben sich  gegen 3.45 Uhr zwei Personen zu Fuss dem Gebäude der Landi Oberthurgau an der Amriswilerstrasse genähert. Dort manipulierten sie am Bancomaten und setzten diesen kurz vor 4 Uhr in Brand, anschliessend ergriffen sie die Flucht.

Fahndung blieb erfolglos

«Ob sie Bargeld erbeutet haben, wissen wir noch nicht», sagt Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei, gegenüber FM1Today. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Kantonspolizei Thurgau mit Unterstützung der Kantonspolizei St. Gallen verlief ergebnislos.

Die Feuerwehr Roggwil konnte den Brand, der auf das Gebäude übergegriffen hatte, löschen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden dürfte mehrere zehntausend Franken hoch sein.

Unterstützung durch das Forensische Institut Zürich

Zur Spurensicherung und Klärung der Brandursache kamen der Brandermittlungsdienst und der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Thurgau vor Ort. Unterstützt wurden sie durch Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell hat eine Strafuntersuchung eröffnet, die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen.

Die Polizei hat Videoaufnahmen ausgewertet und sucht jetzt Zeugen: Eine Person war mit einem weissen Overall und blauen Handschuhen bekleidet, die zweite Person trug eher dunkle Kleidung. 

Vier Spreng-Fälle im FM1-Land

Es ist bereits die vierte Bancomaten-Sprengung innert kurzer Zeit. Bereits in Schwarzenbach, Sevelen und Neftenbach schlugen Täter vor Weihnachten zu. Zwischen den Taten lagen jeweils vier Nächte, die Täter schlugen immer zwischen Mitternacht und 2 Uhr zu und handelte sich in allen Fällen um Bancomaten der Raiffeisenbank. «Es ist uns schon aufgefallen, dass es bereits ähnliche Fälle gab», so Meili. Allerdings sei es jetzt zu früh irgendwelche Zusammenhänge herzustellen. «Aber selbstverständlich arbeiten wir mit den Kollegen aus den anderen Kantonen zusammen und wir werden die Frage angehen.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. Januar 2020 13:51
aktualisiert: 2. Januar 2020 15:19