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Chur

«Gibt nichts, was es nicht gibt»

27. November 2020, 17:51 Uhr
In der Stadt Chur fährt ein Auto mitten über die neu eröffnete «Italienische Brücke». Der Stadtingenieur nimmts gelassen, fragt sich aber auch, wie das überhaupt passieren konnte.
Stadtrat Tom Leibundgut staunte, als er auf der «Italienischen Brücke» plötzlich ein Auto sah. Die neue Fussgängerbrücke wurde vor knapp einem Monat eröffnet
© instagram.com

Vor knapp einem Monat wurde die neue Velo- und Fussbrücke in Chur eröffnet. Die «Italienische Brücke» hat die Aufgabe, den Langsamverkehr in der Bündner Hauptstadt zu beruhigen und verbindet das Stadtzentrum mit dem Westen von Chur (FM1Today berichtete).

Wie der Name «Fuss- und Velobrücke» schon vermuten lässt, haben Autos auf dem neuen Bauwerk nichts zu suchen. Zumindest bis Mittwoch war das noch so.

Passanten mussten zur Seite weichen

Dann postete Stadtrat Tom Leibundgut folgendes Bild auf instagram:

Auf Nachfrage bei Stadtingenieur Roland Arpagaus bestätigt dieser den Vorfall: «Jemand ist tatsächlich über diese Brücke gefahren, obwohl die Einfahrt zur Brücke beiderseits mit Fahrverboten beschildert ist und es auch auf dem Boden doppelte Signalisationen hat.» Passanten hätten sich beiderseits des Fahrzeugs an die Geländer drücken müssen.

Autos landen immer wieder an den unmöglichsten Orten

Stadtingenieur Arpagaus hat einen Verdacht, wie es zu einer solchen Szene kommen konnte: «Wenn jemand gutgläubig seinem Navi vertraut und dabei vergisst, dass sich dieses noch im Fussgängermodus befindet, wird er oder sie halt über den kürzesten Weg geleitet.» Mit einem Auto-GPS könne das aber natürlich nicht passieren.

Fragezeichen bleiben beim Stadtingenieur Roland Arpagaus dennoch. Es sei in diesem Fall ziemlich einfach gewesen, auf die Brücke zu kommen, aber beim runterfahren werde es relativ kompliziert: «Erst fährt man in eine Lichtsignalanlage rein, dann kommt die Rhätische Bahn auch noch. Diese Person muss ein ganz komisches Manöver gefahren sein.» Wer sich auf die Brücke verirrt hat, konnte bis anhin nicht herausgefunden werden.

Es kommt übrigens immer wieder vor, dass Autofahrerinnen und Autofahrer mit oder ohne Navi an den unmöglichsten Orten landen. So beispielsweise eine 84-jährige Frau in Weinfelden.

(saz)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 27. November 2020 20:48
aktualisiert: 27. November 2020 17:51