Egnach

Jugendliche akzeptieren Tobi-Brand-Urteil nicht

25. November 2019, 17:04 Uhr
Die Lagerhalle der Tobi Seeobst in Egnach brannte komplett ab. Die drei beschuldigten Jugendlichen akzeptieren den Urteilsvorschlag der Jugendanwaltschaft nicht (Archiv).
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Sozialstunden für eine Feuersbrunst, die elf Millionen Franken Schaden anrichtete: Diesen Urteilsvorschlag wollen die drei Jugendlichen nicht akzeptieren und ergreifen Rechtsmittel.

Die drei Jugendlichen müssen wegen «fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst» Sozialstunden leisten, dies sieht ein Urteilsvorschlag der Jugendanwaltschaft Thurgau vor. Ein vierter Jugendlicher hingegen, der ebenfalls beim Ausbruch des Brands dabei war, soll nicht bestraft und das Verfahren gegen ihn eingestellt werden.

«Die drei Jugendlichen aus Egnach akzeptieren den Urteilsvorschlag nicht und ergreifen Rechtsmittel dagegen», sagt Barbara Reifler, Mediensprecherin der Jugendanwaltschaft Thurgau auf Anfrage von FM1Today. Wie diese Rechtsmittel aussehen, kann die Jugendanwaltschaft nicht sagen, auch die Begründung für das Ergreifen der Rechtsmittel ist momentan noch unklar.

Die Jugendlichen haben im Frühjahr 2018 gemäss den Gerichtsunterlagen eine Hütte aus Plastikharrassen gebaut und darin eine Kerze angezündet. Diese haben sie beim Verlassen des Areals nicht gelöscht, wegen des Windes entwickelte sich daraus ein riesiges Feuer, das auch auf eine Lagerhalle übergriff. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Franken.

Nachdem die drei Jugendlichen mit dem Urteilsvorschlag der Jugendanwaltschaft nicht einverstanden sind, kommt der Fall vor Gericht. Ob sich das Bezirksgericht Arbon oder das Obergericht mit dem Fall auseinandersetzen muss, ist gemäss Reifler noch nicht klar.

(enf)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 25. November 2019 16:30
aktualisiert: 25. November 2019 17:04